Die Fluggesellschaft Air France-KLM verschärft erneut ihren Sparkurs. Die Führungskräfte des Konzerns sollen weitere Einsparmöglichkeiten für das laufende Jahr ausfindig machen, damit die Gesellschaft bei der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber ihren wichtigsten Rivalen aufholen kann, wie Unternehmenschef Pierre-Henri Gourgeon sagte. Erst im Juli hatte die Konzernführung das Sparziel von 470 Millionen auf 500 Millionen Euro erhöht. Nun soll auch diese Marke übertroffen werden. Vorgesehen ist etwa ein Einstellungsstopp.

Unsere Wettbewerbsfähigkeit kann und muss im Vergleich zu unseren wichtigsten Mitbewerbern verbessert werden», sagte Gourgeon. Die Gesellschaft leidet unter den hohen Treibstoffkosten und einer schwachen Nachfrage nach Geschäftsreisen. Dem Manager zufolge hinkt Air France-KLM der Deutschen Lufthansa und British Airways hinterher. Die Wechselkurse und die hohen Sozialversicherungskosten wirkten sich dabei nachteilig aus. Durch die geringeren Sozialbeiträge in Deutschland habe die Lufthansa einen Vorteil von rund einer halben Milliarde Euro im Jahr.

Die Zahl ihrer Mitarbeiter will die französisch-niederländische Fluggesellschaft weiter reduzieren. Ein Einstellungsstopp und natürliche Fluktuation sollen dazu beitragen, dass die Beschäftigtenzahl pro Jahr um ein bis zwei Prozent abnimmt. Vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen angekündigt, beim Kapazitätswachstum auch im kommenden Jahr den Fuss auf der Bremse zu lassen. Das Flugangebot solle nicht so stark ausgeweitet werden wie bislang geplant.

(rcv/sda)