1. Home
  2. Unternehmen
  3. Bei Auslandsreisen setzen Schweizer weiter auf Bargeld

Tourismus
Bei Auslandsreisen setzen Schweizer weiter auf Bargeld

Visa- und Mastercard: Für viele Schweizer sind Kreditkarten auf Reisen ein Tabu.   Bloomberg

Die meisten Schweizer reisen grundsätzlich mit Bargeld. Viele befürchten, dass ihre Kredit- oder Debitkarte im Ausland nicht akzeptiert wird. Das zeigt eine Umfrage des Kartenanbieters Visa.

Von Gabriel Knupfer
am 09.06.2015

90 Prozent der Schweizer glauben nicht, dass das Bezahlen mit Karte im Ausland günstiger ist als das Bezahlen mit Bargeld. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Kreditkartenanbieters Visa bei 2000 Schweizerinnen und Schweizern. 62 Prozent der Reisenden aus der Schweiz tauschen deshalb weiterhin vor den Ferien Geld ein – und reisen mit entsprechend grossen Mengen Bargeld ab.

Dass die Schweizer beim Reisen weiterhin auf Bargeld setzen, liege vor allem an Sicherheitserwägungen und Bedenken bezüglich der Akzeptanz der Karte im Reiseland, schreibt Visa. Zu Unrecht: «Debit- und Kreditkarten sind die sicherste, einfachste und schnellste Variante für das Bezahlen im Ausland wie auch hier in der Schweiz», lässt sich Country-Manager Stefan Holbein zitieren.

In mehr als 200 Ländern akzeptiert

So würden beispielsweise Visa-Karten in mehr als 200 Ländern akzeptiert. Wer also nicht ausgerechnet nach Nordkorea fährt, braucht sich diesbezüglich keine Sorgen zu machen. Dennoch wussten in der Umfrage nur 18 Prozent, dass sie die Karte auch in einem Entwicklungsland wie Kambodscha verwenden können.

Für viele Befragte abschreckend waren in der Visa-Erhebung zusätzlich die Gebühren, die fürs Geldabheben und Bezahlen mit Karte im Ausland erhoben werden. Für Visa ist auch hier noch einiges an Informationsbedarf gegeben. Der Geldbezug vor Ort in Lokalwährung könne sich durchaus rechnen. Und die Gebühren seien  nicht immer hoch: «Diese können je nach Hausbank, Bankomat sowie Land variieren und durch eine Vorabklärung mit der Bank während der Reise minimiert oder ganz vermieden werden».

Genauso sicher wie zu Hause

Aus Sicht des Kartenanbieters spricht aber nicht nur die Bequemlichkeit für den Einsatz von Kredit- und Debitkarten auf Reisen. In den Ferien sei der Karteneinsatz genauso sicher und einfach wie zu Hause und sicherer als Bargeld. «Viele wissen nicht, dass sie bei der Verwendung ihrer Karten im Fall eines Diebstahls versichert sind». Bargeld dagegen könne nicht ersetzt werden.

Natürlich gibt es in der Schweiz, wie auch im Ausland, viele Orte wo bar bezahlt werden muss, zum Beispiel an Ständen auf Märkten. Deshalb aber Tausende Franken umzutauschen und um die halbe Welt zu schleppen, ist tatsächlich nicht praktisch. Während Visa in Sachen Bargeld als Kartenanbieter nicht neutral ist, so hat die Studie doch einen praktischen Nutzen für die Reisevorbereitung. Das Fazit: Am besten ausgerüstet ist man mit einigen internationalen Karten und einem Notgroschen in bar.

Anzeige