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Bei Dell droht ein Bieterwettstreit

Mark Hurd, früherer CEO von HP, ist ein Anwärter auf den Chefsessel bei Dell. (Bild: Keystone)

Der Gründer von Dell, Michael Dell, würde sein Unternehmen gern wieder vollständig übernehmen. Nun droht ihm Blackstone einen Strich durch die Rechnung zu machen. Ein neuer Chef stünde möglicherweise

Veröffentlicht am 21.03.2013

Der Finanzinvestor Blackstone denkt offenbar sehr konkret über ein Gegengebot für den PC-Hersteller Dell nach. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg sprach Blackstone den früheren Chef des Dell-Konkurrenten Hewlett-Packard, Mark Hurd, als möglichen Kandidaten für den Spitzenposten an. Hurd, der jetzt bei Oracle arbeitet, habe aber noch kein formelles Jobangebot bekommen, hiess es unter Berufung auf informierte Personen.

Blackstone erwägt derzeit einen Bieterwettstreit um Dell. Eigentlich will Firmengründer Michael Dell den drittgrössten PC-Hersteller zusammen mit dem Finanzinvestor Silver Lake und mit Hilfe eines Kredits von Microsoft für 24,4 Milliarden Dollar übernehmen und von der Börse nehmen.

Dell hofft, damit mehr Freiraum für eine radikale Sanierung des von ihm geführten Unternehmens zu bekommen. Der einst weltgrösste PC-Bauer leidet schwer unter dem Schwenk der Nutzer hin zu Smartphones und Tablets.

Hurd war als HP-Chef hoch angesehen, musste aber gehen, nachdem ihm eine externe Mitarbeiterin sexuelle Belästigung vorgeworfen hatte. Die Vorwürfe blieben unbestätigt. Inzwischen hat Hurd einen Spitzenjob beim Software-Spezialisten Oracle. Seine Nachfolger bei HP kritisierten ihn zugleich, weil er auf der Jagd nach besseren Zahlen zu stark die Investitionen gekürzt habe.

(jev/tke/awp)

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