Die gesamte Branche hat in den letzten Jahren die Anstrengungen in ECR verstärkt. Bei Coop wenden wir ein praxisorientiertes Coop Category Management seit beinahe zehn Jahren an. Noch länger setzt Coop EDI-Technologien ein. Nach Jahren des kontinuierlichen Aufbaus können nun alle Prozesse entlang der gesamten logistischen Wertschöpfungskette papierlos abgewickelt werden. Die Prozesse sind dadurch schneller, sicherer und effizienter geworden. Die Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden ist ein permanenter Prozess und steht im Zentrum unserer Tätigkeiten. Der Trend wird sich künftig stärker in Richtung Nachhaltigkeit entwickeln, wobei die preisliche Effizienz gleichzeitig wichtig sein wird. Gefahren bestehen dann, wenn man sich nicht rechtzeitig oder nicht richtig auf sich abzeichnende Entwicklungen einstellt. ECR ist somit für Coop alles andere als Neuland. Wir werden unsere Erfahrungen in die neu lancierte Initiative von GS1 einbringen.

Die Herausforderungen für die Logistikbranche werden immer anspruchsvoller: Die Komplexität in der gesamten Supply Chain nimmt zu, insbesondere die stetig steigenden zoll- und sicherheitstechnischen Anforderungen im grenzüberschreitenden Warenfluss. Auch in Zukunft werden Konsumenten und Produzenten, Händler und Transporteure nicht physisch zusammenrücken, wohl aber daten- und prozesstechnisch in immer grösserem Ausmasse integriert sein. Dieser Entwicklung können insbesondere Transportdienstleister nur durch eine Fokussierung auf elektronische Kundenschnittstellen gerecht werden, um damit ei- nen grösstmöglichen Individualisierungsgrad bei gleichzeitig tiefen Kosten zu gewährleisten.

Nicht nur der Logistikfluss, sondern auch unser elektronischer und standardisierter Datenfluss entsprechen dem ECR-Gedanken. Ich begrüsse daher jede Aktivität zur Förderung der ECR-Standards.

Wir bieten unserer Kundschaft eine grosse Auswahl verschiedenster Artikel an, von kulinarischen Delikatessen aller Art, Parfüms vieler Marken bis hin zu trendigen Kleidern und edlen Haushaltartikeln. ECR kann vor allem dort zu bedeutenden Vorteilen führen, wo grosse Volumina desselben Artikels umgesetzt werden, was bei uns seltener der Fall ist. Dennoch legt Globus sehr viel Gewicht auf ECR, um dort, wo möglich, die Vorteile im Sinne unserer Kundinnen und Kunden zu nutzen. Wir arbeiten intensiv an mehreren Themen im Demand Management, haben schon seit einiger Zeit EDI eingeführt und sind im Supply Chain Management überaus interessiert an der Rückverfolgbarkeit der Artikel unter dem Stichwort Corporate Social Responsability.

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Wir begrüssen deshalb die neue ECR-Initiative ausserordentlich, da eine Standardisierung in der Wertschöpfungskette den Unternehmen und damit den Kundinnen und Kunden nur Vorteile bringt.

Migros – mehr für unsere Kunden! Die Massnahmen zur Erfüllung dieses Ziels beginnen bereits bei unseren Lieferanten. Nur durch eine optimale Zusammenarbeit lassen sich Prozesse nachhaltig verbessern, neue Produkte entwickeln und innovative Sortimente zu attraktiven Preisen gestalten. Wir unterstützen den Aufbau und die (Weiter-)Entwicklung erfolgreicher ECR-Modelle. Grundlage moderner und effizienter Geschäftsprozesse in der Migros ist eine durchgängige Unterstützung durch ECR-Basistechnologien wie EDI und GS1-Nummerierungs- und Ident-Systeme (Barcodes). Auf dieser Basis gestalten wir unsere Informations- und Warenflüsse.

Massgebend für den Erfolg letztendlich ist ein gemeinsames Verständnis und «Denken und Handeln in der Wertschöpfungskette» aller Prozessbeteiligten. In diesem Sinne befürworten wir die ECR-Aktivitäten von GS1 Schweiz und werden diese auch weiterhin unterstützen.

Im Rahmen meiner Vorstandsarbeit stehe ich 100% hinter den neuen Initiativen der GS1 Schweiz. Diese werden zum einen unterstützt durch die aktive Mitarbeit von SAP-Spezialisten in diversen GS1-Strategiegruppen und Lenkungskreisen, zum anderen durch die Bereitstellung der notwendigen Technologien, z.B. für das Category Management oder den elektronischen Datenaustausch. Die Optimierung unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse hat für SAP höchste Priorität. Die Weiterentwicklung dieser Technologien wird sich fortsetzen, dabei wird das Internet sowie die mobile Kommunikation eine immer wichtigere Rolle spielen, da hierdurch Grundlagen für neue Geschäftsmodelle entstehen. Die Geschwindigkeit des Fortschritts hängt dabei nicht so sehr von technischen Gegebenheiten ab, sondern vielmehr von der Befürchtung der Unternehmen vor zu viel Transparenz, was jedoch aus meiner Sicht völlig unbegründet ist.

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Optimale Verfügbarkeit der richtigen Produkte am POS ist entscheidend, damit der Konsument sein Produkt – etwa unser Nivea – jederzeit auch beziehen kann. Qualität und Leistung in den Prozessen sind dazu unabdingbar. Hier setzt ECR an, indem sowohl Demand- als auch Supply-Chain-Prozesse über die gesamte Wertschöpfungskette effizient und effektiv im Sinne der Kollaboration gestaltet werden. Beiersdorf optimiert derzeit sowohl die Demand- als auch Supply-Chain-Prozesse deutlich. Integrierte physische und elektronische (EDI und zukünftig RFID) Prozesse (Informationen und Waren) entlang der Wertschöpfungskette unter Berücksichtigung der Konsumentenbedürfnisse sollen Konsumenten mit Hilfe des Category Management die richtigen Sortimente am POS zur Verfügung stellen. Die erneute ECR-Initiative macht viel Sinn, weil der Stand der ECR-Umsetzung über die verschiedenen Stufen noch einiges an Potenzial bietet.

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Bei Volg beschränken wir uns auf jene Prozesse, die den Konsumenten und uns einen Mehrwert bringen. So wollen wir unsere hohe Lieferbereitschaft von 99,8% durch das Bestell-, Wareneingangs- und Lagerverwaltungssystem nach ECR-Grundsätzen noch verbessern.

Mit der zunehmenden Abhängigkeit von IT und Kommunikation sind alle Prozesse und Modelle aber auch intensiveren Gefahren und Risiken ausgesetzt. Das Sicherheitsbedürfnis wächst und es werden zusätzliche Mittel benötigt, um die Risiken zu reduzieren. Innerhalb der Wertschöpfungskette laufen die Prozesse immer schneller: Stillstand oder Ausfallzeiten können dadurch schnell zum wirtschaftlichen Fiasko führen. Deshalb sind sichere Systeme und Kommunikationsmittel immer wichtiger. Wenn komplexe Themen nicht durch Einfachheit bestechen, dann wird es schwieriger, eine breite Abstützung zu finden. ECR ist also kein Allerheilmittel, auch ECR sind Grenzen gesetzt.

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Die Philosophie von ECR mit den zugehörigen Konzepten und Technologien ist gut, benötigt aber in der Umsetzung mehr Zeit als gemeinhin erkannt. Diese werden noch unterschiedlich stark gelebt und umgesetzt. Zudem gibt es bei Kollaboration natürliche Grenzen, nämlich dort, wo sensible Daten im Spiel sind. Für die Zukunft erwarten wir, dass die wesentlichen Konzepte allmählich einen höheren Reifegrad entwickeln. Im Bereich der Datentransfers sind dies aus unserer Sicht die elektronische Rechnungsstellung sowie der Stammdatenaustausch. Die Einführung des GS1-Databar wird zudem für viele Jahre eine gute Teil-Alternative zu RFID sein.

Insgesamt sind wir der Meinung, dass ECR wichtig ist. Deshalb engagieren wir uns zusammen mit GS1 für deren Weiterentwicklung. Aber wir sind der Meinung, dass die involvierten Parteien auch gleichzeitig die Philosophie von Total Quality Management leben sollten.

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Als international tätiges Unternehmen sind für Kambly weltweit gültige Standards in der Logistik und deren Prozessen essenziell. GS1 Schweiz fördert laufend die Effizienz und entwickelt Methoden und Prozesse und erreicht dadurch eine Steigerung der Effektivität.

Für uns stehen die spezifischen Kundenbedürfnisse im Vordergrund. Diese erfordern meist individuelle Lösungen unterschiedlichster Ausprägung, welche sich dank den heute vorhandenen Standards gut implementieren lassen. Mit Hilfe vorhandener, ausgefeilter IT-Unterstützung lassen sich oftmals äusserst effiziente Prozesse umsetzen und gemeinsame Wettbewerbsvorteile zwischen den Partnern erzeugen.

Für uns ist die laufende Weiterentwicklung und Mitgestaltung seitens GS1 schlussendlich im global vernetzten Markt ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Kambly unterstützt daher die neu lancierte ECR-Initiative und schätzt eine professionelle, praxisorientierte Umsetzung.

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PostLogistics als führender Anbieter im Bereich Konsumgüter (FMCG) macht sich in vielen internen oder gemeinsamen Projekten bei ECR- sowie GS1-Systemen und -standards stark mit Kunden. PostLogistics hat dafür eine ganze Reihe von ausgewiesenen Spezialisten, die sich damit befassen. Standardisierungen sind Basis für Nutzen für die Konsumenten. Dienstleister können ein wichtiges Bindeglied zwischen Hersteller und Handel sein. Eine Gefahr besteht, wenn Partikularinteressen den Prozess verlangsamen und somit Entwicklungskosten erhöhen. Ich bin überzeugt, dass sich die Standardisierungen zum Nutzen der Kunden noch verstärkt durchsetzen werden. Logistik-Dienstleister, die sich wie PostLogistics intensiv mit den ECR-Grundsätzen befassen, werden sich als wichtiges Bindeglied zwischen Industrie und Handel positionieren können. Gefahren können dann auftreten, wenn die Durchgängigkeit durch Partikularinteressen gestört wird.

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