Der Vermögensverwalter Gottex Fund Management hat im vierten Quartal einen Abfluss von Kundengeldern verzeichnet. Die letzten drei Monate standen aber vor allem im Zeichen der Fusion mit der EID Group. Das operative Jahresergebnis wird denn auch durch den Zusammenschluss beeinflusst.

Per Ende Dezember 2013 weist der Vermögensverwalter ertragsgenerierende Vermögen von 5,29 Milliarden Dollar aus. Damit habe sich die Vermögensbasis im Vergleich zum Stand per Ende September um 8,7 Prozent reduziert, wie das auf Hedge Funds-Produkte spezialisierte Finanzhaus mitteilte.

«Moderater» Verlust für Gesamtjahr

Die Vermögen setzen sich aus den Assets under Management (AuM) von 4,77 Milliarden Dollar USD (-7,9 Prozent) und den Assets von LUMA Gottex Solutions Services (GSS) in der Höhe von 0,52 Milliarden (-16 Prozent) zusammen.

Die Entwicklung der AuM sei in erster Linie auf den Nettoabfluss von Kundengelder im vergangenen Quartal zurückzuführen, heisst es. Der Abfluss von 470 Millionen Dollar sei nur teilweise durch Neugelder in der Höhe von 60 Mio kompensiert worden. Währungseffekte und technische Faktoren hatten hingegen einen vernachlässigbaren Einfluss. Für das Gesamtjahr rechnet Gottex mit einem «moderaten» operativen Verlust vor Akquisitionskosten.

Ausschau nach Übernahmen

Der Ausblick für die Multi-Asset-Produkte sei weiterhin gut, so das Finanzhaus. Auch für die Produkte aus Asien sieht das Unternehmen weiterhin eine gute Nachfrage. Ausserdem halte man nach Übernamemöglichkeiten Ausschau, um so die strategischen Ziele in den drei Geschäftseinheiten zu erreichen, heisst es weiter.

Im ersten Halbjahr 2014 steht nun aber der Zusammenschluss von Gottex und EIM im Mittelpunkt. Dabei liege der Fokus auf der Distribution eines kombinierten Produktangebots sowie dem Erzielen operativer Synergien, schreibt das Unternehmen.

«Ja» für Fusion fehlt noch

Gottex und die EIM Group gaben Mitte Dezember ihre Fusion bekannt. Der Zusammenschluss ist allerdings noch von der Zustimmung der Gottex-Aktionäre sowie der zuständigen Behörden abhängig. Der Vermögensverwalter rechnet mit einem Abschluss bis im Mai 2014. Der Prozess verlaufe bisher planmässig und soll laut dem Management operativen Synergien und als Folge Kosteneinsparungen von 10 bis 12 Millionen Dollar einbringen.

(awp/dbe)

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