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Bericht
Bei Richemont sind 350 Schweizer Jobs gefährdet

Richemont: Der Konzern ist unter Druck. Keystone

Richemont plant offenbar einen massiven Stellenabbau. Bis zu 350 Arbeitsplätze will der Genfer Luxusgüterkonzern laut einem Medienbericht hierzulande streichen. Schon letztes Jahr fielen Jobs weg.

Veröffentlicht am 19.02.2016

Der Luxusgüterkonzern Richemont will offenbar bis zu 350 Stellen in der Schweiz abbauen. Das Unternehmen überlege sich diesen Abbau wegen des schwierigen Marktumfelds, des starken Frankens sowie wegen der Flaute im europäischen Tourismus, heisst es in einem Artikel der Zeitung «Le Temps», welche sich dabei auf die Einsicht in eine interne Mitteilung des Unternehmens beruft. Gegenüber der Zeitung habe eine Sprecherin von Richemont den Sachverhalt bestätigt, ohne auf weitere Details einzugehen.

Es werde eine Anpassung der Kapazitäten bei gewissen Uhrenherstellern geprüft, in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern und den zuständigen Behörden, zitiert das Blatt aus der internen Mitteilung. Demnach könnten in den kommenden zwölf Monaten bis zu 350 Stellen abgebaut werden.

Richemont hat bereits abgebaut

Um die Zahl der Entlassungen möglichst gering zu halten, würden begleitende Massnahmen geprüft oder die Umplatzierung von Mitarbeitern in andere Uhrenwerke.

Bereits im vergangenen November hatte Richemont den Abbau beziehungsweise die Verlagerung von 85 Arbeitsplätzen bei der Tochterfirma Stern Cadrans angekündigt. Die Produktion wird nach La Chaux-de-Fonds (NE) verlagert. Und im vergangenen September wurden rund 80 Arbeitsplätze der Verwaltung der Uhrenmarke Jaeger-LeCoultre von Sentier in den Uhren-Campus in Meyrin verschoben.

(awp/mbü)

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