Gemäss der Financial Times Deutschland versucht Wikileaks mit der Versteigerung von Andenken einer Geldknappheit zu entkommen. Grund für die akute Geldnot der Enthüllungsplattform sind Finanzdienstleister wie etwa PayPal, Mastercard, Visa  oder die Postfinance. Weil diese sich weigern, Spenden von Gönnern auf das Konto von Wikileaks zu überschreiben, geht der Non-Profit-Organisation langsam das Geld aus. PayPal berief sich dabei auf ihre Geschäftsbedingungen, welche Ermutigung, Unterstützung, Vereinfachung, Förderung oder Anleitung Dritter zum illegalen Handeln verbieten.

Auf der Ebay-Auktion kann man, um zu helfen, beispielsweise ein kleines Säcklein ersteigern, welches Kaffeebohnen enthält - Kafeebohnen aus der Kantine des Gefängnisses, in dem Assange inhaftiert war. Als Echtheitszertifikat liegt Unterschrift und Fingerabdruck von Assange bei. Bei einem anderen Gegenstand handelt es sich um einen Laptop, der vom Wikileaks-Team genutzt wurde und auf dem steht: «Wenn Sie diesen Computer für andere Zwecke als zur Nutzung unserer Datenbank einsetzen, wird Sie das Wikileaks-Team töten.»

Wikileaks und dessen Gründer Julian Assange veröffentlichen seit 2006 illegal Dokumente von Regierungen und Unternehmen, welche oftmals kriminelle oder unmoralische Machenschaften aufdeckten. In letzter Zeit geriet die Plattform aber aufgrund ihrer Intransparenz und mangelder Kontrolle in die Kritik. Auch die übertriebene Fixierung auf ihren Gründer Julian Assange wurde von vielen Unterstützern bemängelt.

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(kgh/rcv)