Der Heizkörper- und Lüftungshersteller Zehnder tut sich nach der Umsatz- und Gewinnwarnung im Juni schwer mit konkreten Prognosen zum Geschäftsverlauf. CEO Dominik Berchtold äussert sich im Gespräch mit der «Finanz und Wirtschaft» zu den Aussichten sehr vorsichtig.

Als eine Art Orientierungsgrösse und Etappenziel nennt er in dem Bericht eine Ebit-Marge von 10 Prozent, ohne aber festzulegen, wann dies erreicht werden könne. So viel sei nötig, um in neue Kundensegmente und neue Produkte investieren zu können, zitiert ihn das Blatt. Von exakten Margenzielen sieht der Zehnder-Chef aber ab.

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Alles auf dem Prüfstand

«Wir haben das Ziel, das Betriebsergebnis jährlich zu steigern. Im laufenden Jahr werden wir dies verfehlen, wie Anfang Juni kommuniziert», so Berchtold. Doch die Zehnder Group soll – als grobe Orientierung – den Ebit im kommenden Jahr um 10 Millionen Franken und im darauffolgenden um weitere 15 Millionen Franken erhöhen. Basis seien die 33 Millionen Franken aus dem Jahr 2014, aus denen eine Ebit-Marge von 6,2 Prozent resultierte.

Wie es in dem Bericht weiter heisst, stehe derzeit alles auf dem Prüfstand, in der Schweiz und ganz Europa, im Vertrieb, in der Produktion, der Administration und in den Gruppenfunktionen. Nach dem Ende Mai beschlossenen Programm sollen rund 10 Prozent der Stellen gestrichen werden.

(awp/ise/chb)