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BEKB folgt im US-Steuerstreit der Finma

Filiale in Moutier: Die BEKB hatte nur 0,2 Prozent der Kundenvermögen mit Domizil USA. (Bild: Keystone)

Ausländische Kunden haben nie zum Hauptgeschäft gehört – trotzdem nimmt die Berner Kantonalbank am US-Steuerprogramm in der Kategorie 2 teil. Damit drohen im schlimmsten Fall hohe Bussen.

Veröffentlicht am 10.12.2013

Die Berner Kantonalbank (BEKB) nimmt in der Kategorie 2 am US-Steuerprogramm teil. Wie sie mitteilte, gehörten ausländische Kunden zwar nie zu ihrem Hauptgeschäft. Sie komme mit dem Schritt aber einer Empfehlung der Finanzmarktaufsicht nach.

Eine Nichtteilnahme habe sie aufgrund ihrer Risikopolitik ausgeschlossen, teilte die Bank mit Berner Staatsgarantie mit. Die Kantonalbank hält ausdrücklich fest, dass ausländische Kunden nie ihr Kerngeschäft gewesen seien.

Weniger als 2 Prozent ausserhalb der EU

Die meisten ausländischen Kunden seien Doppelbürger oder Auslandschweizer mit Bezug zum Wirtschaftsraum Bern. Nur wenige Kunden hätten ihr Domizil in den USA, ihre Einlagen machten weniger als 0,2 Prozent der Kundenvermögen aus. Zudem hätten weniger als 2 Prozent der BEKB-Kunden ihren Wohnsitz ausserhalb der der EU.

«Die BEKB hat das Geschäft mit US-Kunden nie gesucht und deshalb auch nie gepflegt», lässt sich der Geschäftsleitungsvorsitzende Hanspeter Rüfenacht im Communiqué zitieren.

Mit der Einordnung in die Kategorie 2 schliesst die BEKB nicht zum vorneherein aus, dass einzelne ihrer Kunden ihr Vermögen gegenüber den Steuerbehörden der USA nicht richtig deklariert haben könnten. In dieser Kategorie drohen je nach Zeitpunkt der Kontoeröffnung Bussen zwischen 20 und 50 Prozent der betroffenen Vermögenswerte. Nicht ausgeschlossen ist, dass eine Bank nachträglich in eine bussenfreie Kategorie wechseln kann.

(sda/vst/aho)

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