Die LLB-Gruppe hat ihre operative Leistung im ersten Halbjahr 2013 zwar deutlich gesteigert und den Geschäftsertrag 35 Prozent auf 280 Millionen Franken verbessert. Aufgrund ausserordentlicher Faktoren rechnet die Liechtensteinische Bank allerdings mit einem gegenüber Vorjahr deutlich tieferen Konzernergebnis von nur 14 Millionen Franken (Vorjahr 62 Millionen). Um diese Faktoren bereinigt läge das Ergebnis bei 72 Millionen.

US-Steuern: Lösung in kommenden Wochen

Wie es in einer Mitteilung heisst, hat die Bank im Zusammenhang mit der US-Steuerthematik zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 31 Millionen Franken gebildet. Man sei weiterhin in engem Kontakt mit den US-Behörden, heisst es dazu, und gibt sich überzeugt, dass «in den kommenden Wochen» eine Lösung für die Liechtensteinische Landesbank AG, Vaduz, erzielt werden kann.

Vor diesem Hintergrund werden den Angaben zufolge die Verhandlungen über den Verkauf der swisspartners Investment Network bis auf Weiteres sistiert. Diese wird entsprechend wieder voll konsolidiert.

Aufgrund der sich verändernden Rahmenbedingungen im internationalen Vermögensverwaltungsgeschäft werde aber Goodwill wertberichtigt, was den Halbjahresabschluss mit einem Nettoaufwand von 14 Millionen Franken belastet. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung auf das Kerngeschäft soll swisspartners aber weiter verkauft werden.

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«Auf Kurs» seien alle vor einiger Zeit angekündigten strategischen Initiativen wie etwa die Schliessung der LLB (Schweiz) AG, der Verkauf der Jura Trust oder die Anpassung des Vertriebsnetzes.

Die Schliessung der LLB (Schweiz) führt aber zu ausserordentlichen Abschreibungen auf Liegenschaften in Höhe von 10 Millionen Franken. Des weiteren werden im Zusammenhang mit der Strategie «Focus2015» Rückstellungen für Restrukturierungen in Höhe von 4 Millionen verbucht.

Negative Neugeld-Entwicklung

Die Restrukturierung habe in den traditionellen Cross-Border-Märkten die Netto-Neugeld-Entwicklung negativ beeinflusst, heisst es weiter. Andererseits sei ein Zufluss in den Onshore- sowie in den Wachstumsmärkten zu verzeichnen.

Insgesamt ergibt sich daraus laut Mitteilung ein Netto-Neugeld-Abfluss von 210 Millionen Franken. Die betreuten Kundenvermögen stiegen marktbedingt um 0,6 Milliarden (+1 Prozent) auf 50,5 Milliarden Franken.

Die Zahlen sind ungeprüft, detaillierte Informationen sollen anlässlich der Präsentation des Halbjahresergebnisses am 29. August 2013 bekanntgegeben werden.

(chb/aho/awp)