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Belimo verfehlt Erwartungen der Analysten

Belimo-Zentrale: Produktion von Antriebslösungen läuft schlechter. Keystone

Während der Umsatz von Belimo stagniert, sinken die Gewinne. Der Konzern konnte aufgrund des starken Frankens in Europa nur noch niedrigere Preise verlangen.

Veröffentlicht am 04.08.2015

Die im Bereich Antriebslösungen tätige Belimo hat im ersten Halbjahr 2015 beim Umsatz stagniert und unter dem Strich deutlich weniger Gewinn erzielt. Der Umsatz sank um 0,6 Prozent auf 242,6 Millionen Franken, währungsbereinigt ergab sich hingegen ein Plus von 3,1 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt.

Der starke Schweizer Franken hat insbesondere im Europageschäft, das rund die Hälfte zu den Verkäufen beisteuert, einen wesentlichen Einfluss gehabt. Es seien Preiskonzessionen erforderlich gewesen, heisst es. In Amerika und Asien konnte Belimo hingegen wachsen.

Ausblick auf das Gesamtjahr schwammig

Der Rückgang bei den Gewinnkennzahlen fiel deutlicher aus als beim Umsatz. So sank der EBIT gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 35,8 Millionen Franken, und die entsprechende Marge bildete sich auf 14,7 Prozent von 17,2 Prozent zurück. Der Reingewinn verringerte sich um 32 Prozent auf 23,0 Millionen Franken.

Damit hat das Unternehmen die Prognosen der Analysten beim Umsatz und EBIT in etwa erfüllt, beim Reingewinn aber verfehlt. Die Experten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 243,3 Millionen, einem EBIT von 35,0 Millionen und einem Reingewinn von 25,9 Millionen Franken gerechnet.

Im Ausblick auf das Gesamtjahr 2015 bleibt Belimo unkonkret. In Europa dürfte sich der Umsatz in der zweiten Jahreshälfte aufgrund des hohen Auftragsbestands verbessern, schreibt das Unternehmen dazu. Der Euro-Wechselkurs und die wirtschaftliche Entwicklung in Russland blieben jedoch ein grosser Unsicherheitsfaktor. Für die USA und für Asien wird mit weiterem Wachstum gerechnet.

(awp/me/ama)

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