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Jahreszahlen
Belimo: Vorsichtig ins Jahr 2015

Belimo: Keystone

Die Belimo-Gruppe glaubt kaum an Wachstum im Jahr 2015. Besonders die Entwicklungen in Osteuropa bereiten neben dem Mineralöl- und Gasgeschäft Kopfschmerzen.

Veröffentlicht am 23.03.2015

Die im Bereich Antriebslösungen aktive Belimo-Gruppe zeigt sich für das Geschäftsjahr 2015 vorsichtig und geht von einem im Vorjahresvergleich kaum veränderten Umsatz aus. Die Unsicherheiten in Osteuropa und geringere Einnahmen aus dem Mineralöl- und Erdgasgeschäft führten in wichtigen Regionen zu einer spürbaren Zurückhaltung bei der Investitionsneigung, teilt das Unternehmen am Montag mit.

In den USA sollte indes die Belebung der Konjunktur sowie die Zunahme der Bauinvestitionen anhalten. Trotz der niedrigen Energiekosten dürfte laut Belimo unvermindert in Gebäudeautomation und Energieeffizienz investiert werden. In der Region Asien/Pazifik sieht das Unternehmen vor allem in China und in Indien Potential, da dort weiterhin in Infrastrukturprojekte investiert werde. Hohe Wachstumsraten seien überdies in Indonesien und Thailand zu erwarten.

Insgesamt geht Belimo für 2015 von einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres aus. Der starke Franken nach der Aufhebung des Mindestkurses zum Euro werde einen wesentlichen Einfluss auf Umsatz und Rentabilität haben. Die Umsatzprognose basiert dabei auf einer Annahme von einem Eurokurs von 1,05 Franken sowie einem Dollar-Kurs von 0,95 Franken. Der negative Einfluss auf die Ebit-Marge wird auf 2 bis 2,5 Prozentpunkte veranschlagt.

Es sei unverändert das Ziel, die Wachstumsstrategie fortzusetzen, heisst es weiter zum Ausblick. Die dazu notwendige Erweiterung der Logistikkapazitäten werde mit den laufenden Investitionsprojekten ermöglicht, gleichzeitig würden die Beschaffungs- und Produktionsprozesse weiter optimiert. 2015 wird das neue Logistikgebäude in Hinwil in Betrieb genommen, womit die Prozesseffizienz in Herstellung und Logistik verbessert wird.

Gleiche Dividende

Die wichtigsten Eckdaten für das Geschäftsjahr 2014 waren bereits bekannt. Der operative Gewinn auf Stufe Ebit verblieb bei 81,3 Millionen Franken praktisch stabil, während die Ebit-Marge wegen des gestiegenen Umsatzes um 70 Basispunkte auf 16,5 Prozent zurückging. Der Reingewinn legte mit einem Plus von 7,3 Prozent auf 67,2 Millionen dagegen zu. Die Gewinnziffern wie auch den Umsatz hatte das Unternehmen bereits im Februar bekanntgegeben und mit der heutigen Mitteilung präzisiert. Die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 soll unverändert bei 65 Franken je Aktie liegen.

Die Zahlen liegen damit im Rahmen der Ankündigung von Mitte Februar. Damals hatte Belimo einen Ebit von rund 81 Millionen Franken sowie einen Reingewinn von rund 67 Millionen angekündigt.

Die Rentabilität des Eigenkapitals reduzierte sich leicht auf 22,2 Prozent und die Rendite auf dem investierten Kapital auf 23,4 Prozent. Der operative Cashflow erhöhte sich dagegen um 5 Prozent auf 74,1 Millionen Franken, wie die Herstellerin von Antrieben für die Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik weiter mitteilte.

Der Umsatz stieg um 4,5 Prozent auf 493,9 Millionen Franken, in lokalen Währungen ergab sich ein Plus von 6,6 Prozent. Die beiden Anwendungsfelder Luft und Wasser wuchsen währungsbereinigt 6,1 Prozent respektive 7,4 Prozent.

Europa schwächt sich ab

In der umsatzstärksten Region Europa erreichte das währungsbereinigte Wachstum 5 Prozent. Hohe Wachstumsraten seien dabei in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Frankreich, in der Schweiz und in Polen erzielt worden. Die Verlangsamung im zweiten Semester sei hauptsächlich auf die Entwicklung in Österreich und in der Ukraine zurückzuführen.

In Amerika - wo rund ein Drittel aller Einnahmen anfallen - ergab sich ein währungsbereinigtes Wachstum von 8,3%. Hier sei in allen Märkten ein solides Wachstum erreicht worden. Vor allem das zweite Semester sei dabei erfreulich verlaufen.

Asien durchzogen

Das Wachstum in der Region Asien/ Pazifik belief sich auf 9,3 Prozent. Gutes Wachstum gab es hier in Australien und auf den Philippinen, unter den Erwartungen blieben dagegen Südkorea, Malaysia und Singapur sowie das Anlagengeschäft in China.

Mitte Jahr wird der langjährige CEO Jacques Sanche vom aktuellen Leiter der Division Amerika, Lars van der Haegen, abgelöst, was ebenfalls bereits bekannt war. Sanche wird als CEO zu Bucher Industries wechseln.

(awp/chb/lur)

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