Der Fleischverarbeiter Bell hat im Geschäftsjahr 2013 den Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 5,9 Prozent auf 104,9 Millionen Franken gesteigert, die entsprechende Marge fiel mit 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr unverändert aus. Der Jahresgewinn legte leicht um 1,0 Prozent auf 76,6 Millionen Franken zu, dies bei einer knapp gehaltenen Marge von 2,9 Prozent (Vorjahr 3,0 Prozent).

Der Bruttogewinn stieg in Franken gerechnet um rund 8 Millionen Franken, was das Unternehmen in einer Mitteilung vom Montag auf die Weiterentwicklung der Sortimente mit höherer Wertschöpfung sowie die Bereinigung unrentabler Sortimentsteile zurückführt. Damit sei der negative Preis- und Volumeneffekt teilweise kompensiert worden. Allerdings hatten die höheren Rohmaterialpreise einen leichten Rückgang der entsprechenden Marge auf 32,1 Prozent von 33 Prozent zur Folge. Die Ausschüttung beträgt gemäss Vorschlag des Verwaltungsrates unverändert 60 Franken pro Aktie.

Erwartungen verfehlt

Mit den vorgelegten Zahlen hat Bell die Schätzungen der Banken Vontobel und ZKB bezüglich EBIT und Reingewinn knapp verfehlt. Diese hatten 107,9 und 110,0 Millionen beziehungsweise je 78,0 Millionen Franken geschätzt.

Der provisorische Umsatz war bereits im Januar mitgeteilt worden, er stieg gemäss definitiven Zahlen um 3,7 Prozent auf 2,62 Milliarden Franken. Das Absatzvolumen ging derweil um 1,7 Prozent auf 217,9 Millionen Kilogramm zurück.

Positiver Ausblick auf 2014

Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2014 zeigt sich das Management zuversichtlich, aber wenig konkret. Die 2013 eingetroffene Konstellation mehrerer negativer Markteinflüsse werde sich 2014 wahrscheinlich nicht wiederholen, heisst es. In der Folge wird von leicht besseren Rahmenbedingungen ausgegangen. Die Bereinigung der Sortimente werde konsequent fortgeführt und 2014 abgeschlossen. Die zentrale Herausforderung bleibe angesichts der hohen Rohmaterialpreisen die Umsetzung notwendiger Preiserhöhungen im Markt, heisst es weiter.

(awp/sda/gku)

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