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Bell: Weniger Gewinn - verhaltener Ausblick

Das Wurstgeschäft leidet unter steigenden Rohmaterialpreisen. (Bild: Keystone)

Der Fleischverarbeiter Bell hat mit den Zahlen für 2011 die Erwartungen nicht erfüllen können. Im laufenden Jahr soll es zu weiteren Restrukturierungen kommen, die ein moderates Absatzwachstum ermögli

Veröffentlicht am 15.02.2012

Der Fleischverarbeiter Bell hat im vergangenen Geschäftsjahr 2011 einen um gut 11 Prozent tieferen Betriebsgewinn (EBIT) von 89,8 Millionen Franken eingefahren. Die EBIT-Marge lag bei 3,6 nach 3,9 Prozent im Vorjahr, wie die Gruppe mitteilt. Das operative Ergebnis liege aufgrund der Änderungen im Konsolidierungskreis und dem Nettoeinfluss der Einmaleffekte unter dem Vorjahr. Der Jahresgewinn stieg dagegen um 11 Prozent auf 71,6 Millionen Franken, bei einer Marge von 2,9 nach 2,5 Prozent im Vorjahr.

Der Umsatz war bereits im Januar mitgeteilt worden, er sank um 3,8 Prozent auf 2,52 Milliarden Franken (organisch +1,8 Prozent). Das Absatzvolumen nahm um 1,9 Prozent auf 224,3 Millionen Kilogramm zu. Den Aktionären soll eine Dividende von 60 nach 50 Franken im Vorjahr ausgeschüttet werden.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Bell die Schätzungen der Banken ZKB und Vontobel beim EBIT deutlich verfehlt, liegt aber beim Reingewinn knapp im Rahmen der Erwartungen. Deren Analysten rechneten mit einem EBIT von 112,6 bzw. 103,0 Mio und mit einem Reingewinn von 77,4 beziehungsweise 71,5 Millionen Franken.

Die konjunkturellen Aussichten für das laufende Geschäftsjahr 2012 beurteilt das Unternehmen zurückhaltend, erwartet aber trotzdem ein moderates Absatzwachstum. Dies gelte für die europäischen Märkte genauso wie für den Kernmarkt Schweiz, heisst es. Bell geht davon aus, dass die Rohmaterialpreise in Europa wahrscheinlich auf hohem Niveau verharren werden. Die hierdurch entstehenden Mehrkosten wolle die Gruppe mit weiteren Produktivitätssteigerungen wieder wettmachen.

Auch 2012 arbeite Bell weiter an der Restrukturierung der Sortimente in Richtung mehr Wertschöpfung, um die Absatzmöglichkeiten zu stärken und auszubauen, heisst es dazu. Synergie-Effekte können gemäss Bell insbesondere in den Bereichen Beschaffung von Waren und Dienstleistungen, internationaler Vertrieb, Logistik sowie administrative Dienste erzielt werden.

(vst/laf/awp)

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