Die Bellevue Group hat 2014 wieder Neugelder generiert – nach Abflüssen in den Jahren zuvor. So flossen im zurückliegenden Geschäftsjahr 412 Millionen Franken zu, nachdem 2013 ein Abfluss von 305 Millionen Franken erlitten worden war. Die Kundenvermögen stiegen per Ende Jahr um 43 Prozent auf 6,2 Milliarden Franken, heisst es im am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht der Finanzgruppe.

Der Ertrag stieg 2014 um ein Viertel auf 57,3 Millionen Franken. Der wichtigste Bereich, das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft wuchs um ein Drittel auf 49,8 Millionen. Unter dem Strich blieb ein Konzerngewinn von 11,1 Millionen nach 6,5 im Vorjahr (+71 Prozent). Im Januar war bereits kommuniziert worden, dass gemäss einer Hochrechnung ein Konzerngewinn nach Steuern von rund 11 Millionen Franken erwartet werde. Es soll eine unveränderte Dividende von 1,00 Franken je Aktie an die Aktionäre gezahlt werden, hiess es damals zudem bereits. Damit werde der gesamte Konzerngewinn an die Aktionäre ausgeschüttet, heisst es in einer Mitteilung am Montag dazu.

Dividendenrendite von 7,4 Prozent

Die Dividendenrendite basierend auf dem Schlusskurs per Ende des Berichtsjahres wurde mit 7,0 Prozent nach 7,4 Prozent im Vorjahr angegeben. Das Eigenkapital der Gruppe erreichte 150 Millionen Franken; Ende des Vorjahres waren es 149,5 Millionen gewesen. Mit einer CET1-Ratio von 21,6 Prozent lägen die anrechenbaren Eigenen Mittel auch nach Dividendenausschüttung deutlich über den regulatorischen Anforderungen, hiess es.

Mit Blick auf die Zukunft machte die Bank zunächst keine konkreten Angaben. Die Kursavancen an den globalen Aktienmärkten seien 2014 ungebrochen weitergegangen, hiess es lediglich. Auch die kurzzeitigen Turbulenzen im vergangenen Quartal konnten die Börsenentwicklungen nicht trüben. Das Umfeld und die globale Wirtschaft präsentierten sich insgesamt positiv, wenngleich mit regional und sektoral sehr stark variierenden Ausprägungen. Die Finanz- und Währungskrise geriete zwar allmählich in den Hintergrund, doch würden sich geopolitische Gefahrenherde wie die Ukraine und Syrien akzentuieren.

(awp/me/lur)

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