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Nomination
Berchtolds grosse Baustelle in Singapur

Walther Berchtold: Der frühere CS-Banker leitet nur die Falcon Private Bank. Handout

Ihn reize die «Can-do-Mentalität» bei der Falcon Private Bank, sagt deren neuer Firmenchef Walter «Wädi» Berchtold. Nun muss er als Erstes in Singapur für Ordnung sorgen.

Von Michael Heim und Sven Millischer
am 07.09.2016

Die Niederlassung in Singapur ist Walter «Wädi» Berchtolds erste Aufgabe als neuer Chef der Falcon Private Bank. Noch nicht formell im Amt, reist er dieser Tage nach Asien, um sich selber ein Bild vom Zustand der Niederlassung zu machen, die wegen ihrer Rolle im Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB in ihren Geschäften blockiert ist. 

Dass der frühere Credit-Suisse-Spitzenmanager die operative Leitung bei der kleinen Privatbank übernimmt, hat zunächst viele überrascht. Dass er wieder operativ tätig sein würde, hingegen wenige. Auch er selber macht keinen Hehl daraus, dass es ihm zuletzt langweilig war.

«Nicht gemacht als Multiverwaltungsrat»

«Ich sagte immer, ich wolle noch einmal etwas Operatives machen», erklärt er im Gespräch mit der «Handelszeitung». «Ich war nicht gemacht für das Leben als Multiverwaltungsrat.» Bei Falcon habe ihn der dort vorherrschende, freie Unternehmergeist gereizt. Die Bank habe eine «Can-do-Mentalität», sagt er – Strukturen, die agiles Handeln zuliessen. 

Mit den abu-dhabischen Eigentümern der Bank hat Berchtold die Bedingungen für die Entwicklung der Falcon Private Bank ausgehandelt. Die Araber erwarteten Wachstum, sagt er. Es gehe jedoch nicht einfach darum, Skalenerträge zu nutzen, sondern darum, in neue Geschäftsbereiche vorzustossen.

Kapitalspritze aus Abu Dhabi

Zuletzt hat die Bank stagniert und seit 2009 in drei Jahren rote Zahlen geschrieben. Das vergangene Jahr schloss Falcon mit einem Gewinn von 37 Millionen Franken ab. Dies jedoch nur, weil die Eigentümer der Bank frisches Eigenkapital im Umfang von 28 Millionen Franken zugeführt haben, wie der Geschäftsbericht zeigt.

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