Der brasilianische Bergbaukonzern Vale schreibt 4,2 Milliarden Dollar auf seine Nickel- und Aluminiumwerte ab. Wie die weltweite Nummer zwei mitteilte, entfällt ein Grossteil davon auf das Nickelprojekt Onca Puma im Amazonas-Gebiet, wo es Probleme mit den Brennöfen gibt.

Insgesamt lässt dies die Abschreibungen im vierten Geschäftsquartal auf 4,65 Milliarden Dollar steigen. Dies entspricht nahezu dem Dreifachen des Gewinns im dritten Quartal. Wie der weltgrösste Eisenerzproduzent weiter meldete, wurde auch der geschätzte Marktwert auf den 22-prozentigen Anteil am norwegischen Aluminiumförderer Norsk Hydro um 1,3 Milliarden Dollar gesenkt.

Vale, das in Saint-Prex VD domiziliert ist, setzt dem Rückgang der Eisenerzpreise und schlechteren Aussichten für die Weltwirtschaft geringere Investitionen, Ausgabenkürzungen und geplante Verkäufe von Randbereichen entgegen.

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Am Mittwoch einigte sich Vale mit den Schweizer Behörden auf eine Steuerrückzahlung von 212 Millionen Franken. Gemäss der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) hatte das Unternehmen nicht alle Bedingungen für eine vorher gewährte Steuererleichterung erfüllt.

Der Rohstoffkonzern hatte sich 2006 in Saint-Prex niedergelassen. Damals wurde das Unternehmen von den Gemeinde- und den Kantonssteuern befreit und erhielt Steuererleichterungen von 80 Prozent bei den direkten Bundessteuern.

(muv/aho/sda)