Der Abbau der 150 Vollzeitstellen bei der Berner Insel Gruppe soll mehrheitlich über natürliche Fluktuation erreicht werden.

Vereinzelte Kündigungen könnten aber nicht ausgeschlossen werden, teilte die Insel Gruppe am Dienstag mit. Die Stellenreduktion werde alle Berufsgruppen betreffen. Ende 2017 gab es bei der Insel Gruppe 8300 Vollzeitstellen, wie aus einem Firmenporträt auf der Website hervorgeht.

Überraschend kommt die Ankündigung nicht. Die «Berner Zeitung» hatte bereits Ende Oktober über entsprechende Pläne berichtet und auf ein erstmals negatives Ergebnis im ersten Halbjahr 2018 hingewiesen.

Sparprogramm beschlossen

Nun beschloss die Insel Gruppe eine Reihe von Sparmassnahmen. Dazu gehört nebst dem Stellenabbau auch eine Priorisierung von Projekten und Investitionsgeschäften. Was das genau bedeutet, wird im Communiqué nicht ausgeführt. Weiter sollen der Einkauf und die Bewirtschaftung des Geräteparks optimiert werden.

Das Sparprogramm sei eine Folge des wirtschaftlichen Drucks in der Gesundheitsbranche, schreibt die Insel Gruppe. Regulatorische Eingriffe wie die Tarmed-Revision des Bundesrats und die anhaltende Unterfinanzierung der Universitätsspitäler machten die Massnahmen unumgänglich - trotz steigender Patientenzahlen.

Die Insel Gruppe entstand 2016 aus der Fusion des Inselspitals mit der Spital Netz Bern AG. Sie ist an sechs Standorten im Kanton Bern aktiv. Das Inselspital ist eine Uniklinik, dazu kommen das Stadtspital Tiefenau und die Landspitäler Belp, Riggisberg, Münsingen und Aarberg

(sda/tdr/bsh)

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