Die Berner Kantonalbank (BEKB) hat 2014 trotz eines spürbar tieferen Zinserfolgs leicht mehr verdient. Der Gewinn nach Steuern stieg um 0,2 Prozent auf 130,4 Millionen Franken.

In dem anspruchsvollen Marktumfeld mit historisch tiefen Zinsen sei der Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 7,7 Prozent auf 304,5 Millionen Franken gesunken, teilte die BEKB am Donnerstag mit. Dies lag insbesondere daran, weil auslaufende Festhypotheken zu deutlich tieferen Zinssätzen verlängert wurden.

Gutes Jahr trotz Niedrigstzinsumfeld

Angesichts des schwierigen Zinsumfelds habe die Bank ein gutes Jahresergebnis erzielt, erklärte BEKB-Chef Hanspeter Rüfenacht. Obwohl die Erfolge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie aus dem Handelsgeschäft leicht zulegten, fiel der Bruttogewinn der Bank um 17,5 Prozent auf 193,6 Millionen Franken.

Der Geschäftsaufwand wurde zwar um 7,3 Prozent reduziert, vor allem weil im Vergleich zum Vorjahr eine ausserordentliche Zuweisung an die Pensionskasse wegfiel. Demgegenüber nahm auch der Erfolg aus Veräusserungen von Finanzanlagen deutlich ab.

Mehr Hypothekarkredite

Die Kreditbeanspruchung erhöhte sich von 20,6 auf 21,4 Milliarden Franken. Die Hypothekarkredite weiteten sich um 2,6 Prozent auf 18,9 Milliarden Franken aus. Umgekehrt stiegen die betreuten Vermögenswerte um 8,7 Prozent auf 21,1 Milliarden Franken.

Zu den Aussichten für das laufende Jahr erklärte die BEKB, die anhaltende Tiefzinsphase werde weiterhin auf die Margen drücken. Sie sehe zurzeit keine Trendwende bei den Zinsen. Der konsequenten Anstrengung auf der Kostenseite komme daher weiterhin grosse Bedeutung zu.

(sda/ise/gku)

 

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