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Jahreszahlen
Berner Kantonalbank steigert Gewinn

Berner Kantonalbank: Keystone

Trotz tiefen Zinsen steigert die Berner Kantonalbank ihren Gewinn. Sonderfaktoren begünstigten allerdings das Ergebnis. Die Dividende steigt.

Veröffentlicht am 28.01.2016

Die Berner Kantonalbank (BEKB) hat im vergangenen Geschäftsjahr dem schwierigen Bankenmarkt getrotzt und beim Gewinn leicht zugelegt. Das ist aber vor allem auf den Sonderfaktoren wie etwa dem Verkauf einer Beteiligung zurückzuführen.

Der Gewinn liegt mit 131,3 Millionen Franken 0,7 Prozent über Vorjahr, wie die BEKB mitteilte. Sie selbst bewertet dieses Ergebnis als gut, denn die Bank hat das Privat- und Firmenkundengeschäft ausgebaut.

Weniger mit Handel und Dienstleistungen verdient

Zwar machten der Bank im vergangenen Geschäftsjahr die niedrigen Zinsen zu schaffen. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft ging deutlich um 6,1 Prozent auf rund 286 Millionen Franken zurück. Auch die anderen beiden wichtigen Ertragspfeiler, der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie dem Handelsgeschäft, standen unter Druck.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft liegt 3,8 Prozent tiefer bei 98,9 Millionen Franken. Der Erfolg aus dem dem Handelsgeschäft sank von 21,9 Millionen Franken auf 21,3 Millionen Franken.

Doch aus dem Verkauf der Swisscanto-Anteile an die Zürcher Kantonalbank konnte die BEKB einen ausserordentlichen Ertrag von 26 Millionen Franken verbuchen. Zudem hat die Bank Wertberichtigungen und Rückstellungen aufgelöst und von positiven Steuereffekten profitiert.

Mehr Hypokunden

Die BEKB will die Aktionäre von diesen Sondereffekten profitieren lassen und zahlt eine um 20 Rappen höhere Dividende von 6 Franken. «Wir rechtfertigen damit das in uns gesetzt Vertrauen», lässt sich BEKB-Chef Hanspeter Rüfenacht in der Mitteilung zitieren.

Die BEKB hat das Privat- und Firmenkundengeschäft weiter ausgebaut. Die Hypothekarforderungen erhöhten sich um 623,2 Millionen Franken auf 19,4 Milliarden Franken, und die Kundengelder nahmen um 46,7 Millionen Franken auf 22,2 Milliarden zu. Total wuchs die Bilanzsumme auf 28,0 Milliarden Franken.

(sda/chb)

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