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Retail-Krise
Berner Traditionshaus Loeb macht Verlust

Loeb: Kämpft gegen sinkende Umsätze. Keystone

Loeb schreibt rote Zahlen. Jetzt will die Berner Warenhaus-Gruppe Millionen in die Erneuerung ihrer Konsumtempel stecken.

Veröffentlicht am 16.03.2017

Die rückläufigen Umsätze im stationären Detailhandel haben auch bei Loeb Spuren hinterlassen. Die Berner Warenhaus-Gruppe ist im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht.

Für 2016 weist sie einen Verlust von 4,6 Millionen Franken aus, wie aus einem Communiqué vom Donnerstag hervorgeht. Zum Betriebsverlust (EBIT) von 2,4 Millionen Franken kamen Sonderkosten für die Anpassung im Filialnetz und für die Pensionskasse.

Online saugt Umsatz ab

Der Umsatz ging um 6,2 Prozent auf 93,6 Millionen Franken zurück. Der starke Franken und der wachsende Online-Handel machen Loeb mit seinen traditionsreichen Warenhäusern in Bern, Thun und Biel zu schaffen. Der tiefere Nettoerlös halbierte den Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA auf 6,4 Millionen Franken.

Das Finanzgeschäft erholte sich zwar dank der besseren Verfassung der Finanzmärkte. Der Saldo ist praktisch ausgeglichen. Erfreulich hat sich für Loeb auch der Bereich Immobilien entwickelt. Der beträchtliche Immobilienbestand ist vollvermietet.

20 Millionen für Warenhäuser

Im Detailhandel setzt Loeb nun auf eine Vorwärtsstrategie. Rund 20 Millionen Franken will die Gruppe ab dem kommenden Jahr in die Erneuerung ihrer Warenhäuser stecken. Die Logistikprozesse sollen zudem so umgestellt werden, dass das Warenhaus schneller auf Kundenbedürfnisse reagieren und die Lagerbestände optimieren kann.

An Bedeutung gewinnt der Online-Handel. Seit gut einem Jahr ist Loeb auf dem Marktplatz Siroop von Coop vertreten. Die Zusammenarbeit entwickle sich gemessen an den prozentualen Zuwachsraten erfreulich, schreibt Loeb im Communiqué vom Donnerstag.

(sda/ise/mbü)

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