Formel-1-Chef Bernie Ecclestone rechnet auch im Falle einer Übernahme der Rennsportserie durch den US-Konzern Liberty Media mit einem Verbleib an der Unternehmensspitze. «Sie wollen, dass ich hier für drei Jahre bleibe», sagte der 85-jährige Brite am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Wann das Geschäft über die Bühne gehe, sei noch offen.

«Ehrlich gesagt: Das weiss niemand.» Er selbst werde wegen der laufenden Verhandlungen den Grand Prix Mitte September in Singapur verpassen. «Ich kann es mir nicht leisten, fünf bis sechs Tage wegzubleiben», ergänzte Ecclestone, der das Sportunternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 1,9 Milliarden Dollar massgeblich aufgebaut hat.

Liberty offeriert Milliarden

Liberty Media bietet Berichten zufolge mehr als acht Milliarden Dollar für das Unternehmen und will es neu ausrichten. Haupteinnahmequelle sollen nach US-Vorbild die Bewegtbildrechte werden. In einem zweiten Schritt wolle Liberty Media die Formel 1 in New York an der Börse platzieren.

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Hauptaktionär der Rennserie ist die Investmentfirma CVC, die gut 35 Prozent der Anteile hält. Der US-Fondsmanager Waddell & Reed ist mit 20,9 Prozent beteiligt. Ecclestone selbst besitzt 5,3 Prozent, sein Bambino Trust 8,5 Prozent. CVC hatte zweimal vergeblich versucht, die Formel 1 an die Börse zu bringen, zuletzt 2013. Geführt wird sie seit mehr als vier Jahrzehnten von Ecclestone, einem ehemaligen Gebrauchtwagen-Händler, der damit zum Milliardär aufgestiegen ist.

(awp/mbü/ama)