Die Schlatter Gruppe hat im ersten Halbjahr 2016 einen Rückgang des Umsatz um 5,5 Prozent auf 39,8 Millionen Franken verzeichnet. Der Bestellungseingang dagegen zog gegenüber der Vorjahresperiode um über 70 Prozent auf 65,3 Millionen an.

Entsprechend lag auch der Bestellungsbestand per Mitte Jahr mit 57,6 Millionen um rund 80 Prozent über dem Stand von Ende 2015, wie der Anlagenbauer für die Bereiche Widerstandsschweissen und Drahtweben am Montag mitteilt.

Massnahmen zeigen Wirkung

Der operative Gewinn auf Stufe Ebit erreichte mit +0,4 Millionen Franken wieder den schwarzen Bereich, nach einem Minus von 2,5 Millionen im Vorjahr. Das Reinergebnis war mit +0,1 Millionen ebenfalls knapp positiv, nach einem Minus von 2,8 Millionen in der Vorjahresperiode.

Die schnell umgesetzten und umfassenden Massnahmen zur Abfederung der Überbewertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro und weiteren Währungen hätten im ersten Halbjahr 2016 die erwartete Wirkung gezeigt, heisst es zur Berichtsperiode.

Neue Produkte

Die Entwicklungsanstrengungen der vergangenen Jahre in allen Produktbereichen hätten sich zudem positiv auf den Markterfolg ausgewirkt, so seien mit den lancierten neuen Produkten Marktanteile gewonnen worden.

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Das Marktumfeld bleibe zwar volatil, aber der markant gestiegene Bestellungseingang im ersten Semester sichere die Auslastung an beiden Standorten in Schlieren und in Münster über das Jahresende hinaus.

Normalisierung erwartet

Für das Gesamtjahr 2016 rechnet Schlatter mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Die erfolgreiche Innovationsinitiative der letzten beiden Jahre sowie das belebte Marktumfeld gäben der Gruppe Auftrieb, heisst es.

Trotz der nach wie vor anspruchsvollen Währungssituation sei man deshalb für das zweite Halbjahr gut aufgestellt. Aufgrund des überproportionalen Auftragseingangs im ersten Semester werde sich der Bestellungseingang im zweiten Halbjahr wieder normalisieren.

Wie geplant weiter

Die Verkaufsoffensive im Vertrieb wie beispielsweise der Aufbau zusätzlicher Verkaufsressourcen in den Emerging Markets oder die Eröffnung eines Verkaufs- und Servicestützpunkts in China würden plangemäss umgesetzt, ebenso das Massnahmenpaket zur Steigerung des Servicegeschäfts.

(awp/jfr/ama)