Die Jungfraubahn-Gruppe hat im vergangenen Jahr trotz Einbussen im Wintergeschäft neue Rekordmarken erreicht. Ermöglicht wurde das Ergebnis durch eine neue Höchstmarke bei den Besuchern auf dem Jungfrau-Joch und höhere Einnahmen im Geschäftsfeld Erlebnisberge. Der Generalversammlung wird die Ausschüttung einer auf 2,00 Franken von 1,80 Franken erhöhten Dividende je Aktie vorgeschlagen.

Der Gewinn stieg im Geschäftsjahr 2015 um 19 Prozent auf 36,2 Millionen Franken an. Auf Stufe EBIT resultierte gar ein Anstieg um 22 Prozent auf 47,0 Millionen. Der Betriebsertrag lag derweil mit 165,3 Millionen um 8,1 Prozent über dem Vorjahr. Bereits Anfang März hatte die Gruppe einen um gut 10 Prozent gesteigerten Verkehrsertrag von 134,0 Millionen Franken gemeldet. Mit diesen Zahlen hat die Gesellschaft die im Vorfeld gehegten Erwartungen von Analysten weitgehend erfüllt.

Neuer Besucherrekord

Im wichtigsten Geschäftsfeld «Jungfrau-Joch-Top of Europe» resultierte beim Verkehrsertrag ein Plus von 14 Prozent auf 107,6 Millionen. Insgesamt besuchten im vergangenen Jahr 1,007 Millionen Personen das Jungfrau-Joch, womit zum ersten Mal die Millionen-Grenze geknackt wurde. Der Nettoumsatz in diesem Segment legte dabei um 11,7 Prozent auf 119,4 Millionen Franken zu.

Auch das Geschäftsfeld «Erlebnisberge», das den Verkehr auf den Harder Kulm, nach First und Winteregg-Mürren umfasst, habe sich positiv entwickelt. Der Verkehrsertrag wuchs um 12,1 Prozent auf 11,2 Millionen Franken und der Nettoumsatz um 7,3 Prozent auf 15,9 Millionen.

Schwächeres Wintersport-Geschäft

Im Wintersport gingen die Verkehrserträge 2015 dagegen wegen rückläufiger Eintritte um 2,5 Prozent auf 21,6 Millionen Franken und der Nettoumsatz um 2,4 Prozent auf 26,8 Millionen zurück. Auch in der Wintersaison 2015/16 hätten sich Eintritte gegenüber dem Vorjahr um 3,3Prozent verringert, heisst es. In den «übrigen Segmenten», zu denen das Kraftwerk, die Management AG und das Parkhaus Lauterbrunnen zählt, erhöhte sich der Umsatz derweil um 2,6 Prozent auf 42,3 Millionen.

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Im Berichtsjahr investierten die Jungfraubahnen 58 Millionen Franken, einen Grossteil davon für die Beschaffung von neuem Rollmaterial und für das Projekts V-Bahn. Bis Ende 2015 wurden insgesamt über 75 Millionen Franken für das Grossprojekt ausgegeben, womit bereits rund 30 Prozent der Gesamtsumme investiert sei.

Enttäuschender Start 2016

Im laufenden Jahr konnte das Jungfrau-Joch bislang nicht an die Rekordergebnisse vom Vorjahr anknüpfen. Per Mitte April hätten die Besucherfrequenzen gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent abgenommen, so die Meldung.

Zurückzuführen sei dies auf einige Gruppenannullationen nach den Terroranschlägen in Paris und Brüssel sowie die Einführung des biometrischen Visums für Gäste aus China. Mit Blick auf die Sommersaison zeigt sich das Management aber zuversichtlich, dass sich die intensive Bearbeitung der asiatischen Märkte und die Diversifikation positiv auswirken werden.

(awp/mbü/ama)