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  3. Nestlé Skin Care ist für Private Equity verlockend

Kosmetik
Beteiligungsgesellschaft könnte sich Nestlés Crèmes kaufen

Portrait of Mark Schneider, CEO Nestle, taken at the headquarters of Nestle in Vevey, Canton Vaud, Switzerland, on August 17, 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)Mark Schneider, CEO Nestle, portraitiert am 17. August 2018 am Haupsitz von Nestle in Vevey. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Mark Schneider: Der Deutsche steuert Nestlé in eine neue Richtung.Quelle: Keystone

CEO Mark Schneider möchte die Sparte Skin Care loswerden. Vor allem Beteiligungsgesellschaften kommen als Käufer infrage.

Veröffentlicht am 07.11.2018

Unter Mark Schneider wird Nestlé grundlegend umgebaut. Der weltgrösste Lebensmittelkonzern konzentriert sich vor allem auf gesunde und gewinnversprechende Produkte wie Kaffee oder Wasser – was nicht ins Kerngeschäft passt, wird aussortiert. Zu diesen überzähligen Aktivitäten gehört die Hautpflegesparte Skin Care. Schneider will das Geschäft ganz oder teilweise loswerden, nachdem der Konzern letztes Jahr darauf eine Wertberichtigung von 2,8 Milliarden Franken vornehmen musste. Der CEO spricht von «selbstverschuldeten Problemen». Laut der Agentur Bloomberg hat Nestlé bereits die Credit Suisse und andere Banken beauftragt, den Verkauf vorzubereiten.

Für die Sparte – dazu gehört etwa die Sonncrèmes Daylong – müssen potentielle Käufer viel Geld in die Hand nehmen: 8 bis 10 Milliarden Franken soll Skin Care mit seinen 2,7 Milliarden Franken Umsatz und 5000 Mitarbeitern wert sein. Als Käufer kommen laut Bloomberg unter anderen der US-Konzern Johnson & Johnson und die Beteiligungsgesellschaften KKR und Apax Partners infrage. Die «New York Times» schränkt das Feld der möglichen Bewerber weiter ein: Johnson & Johnson und andere Konzerne hätten wohl wenig Interesse an Nestlés Hautcrèmes. Beteiligungsgesellschaften könnten die Sparte hingegen einfach fit trimmen und nach einigen Jahren mit schönem Gewinn veräussern, glaubt die US-Zeitung.

(mbü)

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