Noch zwei Banken buhlen einem Zeitungsbericht zufolge um das Privatkundengeschäft der Credit Suisse in Deutschland. Die Bethmann Bank und das Bankhaus Merck Finck & Co seien die einzigen verbliebenen Bieter für den Teilbereich der Schweizer Grossbank, berichtete die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» vorab, ohne Quellen zu nennen.

Eine der beiden Privatbanken werde voraussichtlich noch vor Weihnachten den Zuschlag erhalten. Credit Suisse wolle sich im gehobenen Privatkundengeschäft auf Kunden konzentrieren, die mindestens eine Million Euro Vermögen mitbringen. Nach früheren Medienberichten geht es bei den Verkaufsplänen um wohlhabende Kunden mit einem Vermögen von insgesamt vier bis fünf Milliarden Euro.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Profit verbessern

Credit Suisse und die zu KBL Luxemburg gehörende Merck Finck wollten sich zu dem Bericht nicht äussern. Die ABN-Amro-Tochter Bethmann Bank war für eine Stellungnahme vorerst nicht erreichbar. Im Juni hatte Reuters aus Kreisen erfahren, dass Credit Suisse den Verkauf von Teilen des Vermögensverwaltungsgeschäfts in Deutschland prüft.

Die Profitabilität des Private Banking in verschiedenen europäischen Ländern solle verbessert werden, hatte eine mit der Situation vertraute Person erklärt. Credit Suisse will sich in der Vermögensverwaltung ausserhalb der Schweiz auf die Superreichen konzentrieren. Deutschland ist der grösste Vermögensverwaltungsmarkt in Europa. Wegen des scharfen Preisdrucks arbeitet in Deutschland aber kaum ein Schweizer Anbieter mit Gewinn. 

(reuters/muv)