Die angebliche Internetpost vom Bundesamt für Energie, die seit mehreren Tagen in Schweizer Postfächern landet, möchte einem eine «Rückerstattung» in holprigem Französisch schmackhaft machen - man habe 165 Franken zu gute, heisst es da.

Klickt man auf den vorgeblichen offiziellen Link des Amtes aus der Schweiz  landet man aber auf einer täuschend echten Webseite in der Tschechischen Republik und wird eingeladen, persönliche Daten samt Kreditkartennummer einzugeben.

Die Masche ist als Phishing schon länger bekannt. Bisher gingen die Kriminellen jedoch meist mit gefälschten Banken- oder Internet-Dienstleister-E-Mails auf Kundenfang.

Phänomen nimmt zu

Das Thema brennt laut dem Jahresbericht 2013 bei der Bundesanwaltschaft: Im vergangenen Jahr sind rund 150 Verfahren an die BA weitergeleitet worden. Wegen der noch fehlenden Ressourcen seien vorerst lediglich zwei Verfahren als Pilotfälle eröffnet worden. In den restlichen Verfahren seien die Geldflüsse überwacht und sichergestellte Beträge wenn möglich an die Geschädigten rückerstattet worden.