Obligationen-Laufzeitfonds sind in den letzten Jahren aus der Mode geraten. Es zeigte sich ein Trend privater und institutioneller Anleger hin zu Fonds ohne Laufzeitbegrenzung, und dies, obwohl die Anlageprofile klare Unterschiede hinsichtlich Anlagehorizont und Renditeerwartung aufweisen. Institutionelle Anleger, wie zum Beispiel Banken oder Pensionskassen, verfolgen oft einen langen und unbefristeten Anlagehorizont und machen ihre Renditeerwartung an einer relativen Entwicklung, gemessen an einer Vergleichsgrösse (Benchmark), fest. Viele dieser benchmarkorientierten offenen Rentenfonds erzielen in bestimmten Marktphasen, wie beispielsweise der des vergangenen Jahres, negative Renditen.

Firmenbonds sind attraktiver

Diese Entwicklung kommt den Obligationen-Laufzeitfonds zugute und macht deren kalkulierbare jährliche Erträge (Zinsausschüttungen) sowie fixe Rückzahlungsmodalitäten erneut attraktiv. Das Anlageprofil vieler Privatanleger entspricht gerade in der aktuellen Marktphase der einfachen und klaren Ausgestaltung dieser Produkte.

Im Zuge der globalen Finanzkrise und deren Auswirkungen auf die Kapitalmärkte hat der Sicherheitsgedanke («flight to quality») vieler Privatanleger absolute Priorität. Jedoch sind Staatsanleihen auf aktuellem Niveau ebenso wenig attraktiv wie Festgelder, die aufgrund der massiven Zinssenkungen der Zentralbanken Rekordtiefs erreicht haben. Das gilt für die meisten grossen Anlagewährungen, sicherlich für den Dollar, Euro sowie den Schweizer Franken.

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Andere Anlageklassen im Obligationenbereich erbringen attraktivere Renditen, dazu gehören unter anderem Pfandbriefe und Unternehmensanleihen. Qualitativ hochwertige Titel guter Bonität besitzen aktuell historisch hohe Risikoaufschläge im Vergleich zu Staatspapieren.

Anleger haben die Qual der Wahl

Investoren haben die Qual der Wahl, denn viele Unternehmen begeben junge Anleihen, da der Kapitalbedarf weltweit wegen der Finanzkrise extrem hoch ist. Für den Kleinanleger ist es normalerweise nicht möglich, sich alle erforderlichen Informationen zu beschaffen. Ein gutes Händchen bei der Entscheidung hinsichtlich der Auswahl von qualitativ guten Schuldnern ist gefragt.

Ein ausgewogener Basket an Pfandbriefen und Unternehmensanleihen liefert einen jährlichen Coupon von durchschnittlich etwa 4 bis 5% und Rückzahlung des Kapitals am Ende der Laufzeit der Bonds. Die Fondslösung bietet gegenüber der Direktanlage für Privatanleger entscheidende Vorteile: Ein Anlagefonds ist ein streng beaufsichtigtes Anlageinstrument. Alle wichtigen Informationen sind einfach und schnell für alle Investoren zugänglich. Ferner bieten kollektive Anlagevermögen einen hohen Anlegerschutz. Professionelle Fondsleitungen eines Qualitätsanbieters verfügen über erfahrene Analysten, die alle Titel ständig im Auge behalten, so wird das Risiko von Ausfällen minimiert. Hinreichendes Mass an Diversifikation (Risikostreuung), z.B. 25 Obligationen anstelle nur einer, bringt mehr Sicherheit. Für Fonds spricht auch Klarheit und Transparenz, weil einfach zu verstehen. Kurz: Laufzeitfonds, die in Pfandbriefe sowie Unternehmensanleihen investieren, bilden eine erfolgreiche Symbiose und entsprechen einem aktuellen Bedürfnis.

Demgegenüber stehen für den Anleger nur wenige Nachteile. Oftmals werden überzogene Fondskosten angeführt, Investoren können die Fondskosten verschiedener Fondsanbieter über die Gesamtkostenquote (TER) miteinander vergleichen. Die Verwaltungsvergütung für ein gutes Research sowie professionelles Fondsmanagement macht sich für den Anleger bezahlt, denn Qualität hat bekanntlich ihren Preis.