Mit den neuen Möbel-, Stoff- und Accessoire-Kollektionen rückt edel Metallisches auch im Wohnbereich ins Blickfeld: An den Trendmessen des Frühjahrs glänzten Gold und Silber, Bronze- und Kupfertöne um die Wette. Das Umsetzungsspektrum reichte dabei von sanft schimmernden Farben über flirrende Hightech-Fasern bis hin zu handwerklich meisterhaft aufgebrachtem Blattgold. Vor allem Gold wurde vielfach als Echtvergoldung gezeigt, und dies hat seinen guten Grund: Das edelste aller Metalle lässt sich nicht als Farbe wiedergeben. Das weiss auch Robert Wirichs von Team by Wellis zu berichten: «Wir haben experimentiert und nach verschiedensten Lösungen gesucht, aber für Gold gibt es keine Farbe, die uns auch nur annähernd zufrieden gestellt hätte. Mit Silberlackierungen gibt es keine Probleme.»

So wurde bei den neuen Sortimentsergänzungen wie Schubladen, Tabletts und Behältern sowie beim Bijou der Kollektion, dem kleinen Beistelltisch «Samo», kompromisslos auf Blattgold gesetzt. Mit Erfolg, wie sich aus der positiven Resonanz der Fachleute an der letzten Hausmesse und der Besucher der Internationalen Möbelmesse in Köln schliessen lässt. Bei all diesen Objekten setzen Blattgold und Silber neue Glanzlichter.

Sanfter Glanz

Was zählt, ist die Sensualität des sanften Glanzes dieser Materialien und Flächen: Nicht das kühle Metall an sich ist es, das die Sinne anspricht, sondern der sanfte Schimmer, die Anmutung, die von diesen Oberflächen ausgeht und jeden in Versuchung führt, mit der Hand darüberzustreichen. Man möchte dieses mystisch Metallische nicht nur mit den Augen aufnehmen, sondern will es unwillkürlich auch haptisch erfahren – über alle eventuellen «Bitte nicht Berühren»-Schilder auf den Ausstellungsobjekten hinweg. Was liegt näher, als sich dieses Verführerische in Form von Möbeln, Accessoires oder Stoffen nach Hause zu holen? Gerade im Wohnbereich entwickelt edel Metallisches eine eigene Faszination: Luxuriös und dabei dennoch überaus puristisch gelingt es damit, Brücken zu bauen.

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Nicht verwunderlich, dass Designer Kurt Erni, der sich mit Entwürfen von kompromissloser Klarheit, Formenstrenge und Ästhetik einen Namen gemacht hat, im Zuge der neuen Opulenz genau auf dieses Stilmittel setzt. So hat er einige seiner Entwürfe, wie die Container der legendären «e-serie», mit Schubladen in Silberlackierung oder 22,5 Karat Blattgold ausgestattet und lässt sie effektvoll auf Auszugschiebern zur Geltung kommen. Das klassische Stauraummöbel «Volare» wurde mit flexiblen Tabletts und Behältern im gleichen edlen Metall-Touch ergänzt, und klare oder bronzefarbige Glastüren unterstreichen und unterstützen dieses Spiel der schimmernden Reflexe, das individuell definiert werden kann. Ganz im Blattgoldmantel präsentiert sich auch das Beistelltischchen «Samo», das in dieser Luxusausführung das Potenzial zum kultigen Klassiker hat. Wer möchte darauf nicht eine Tasse Tee im neu mit Gold verzierten Teeservice «Tac» von Walter Gropius abstellen …

Wandelbar und flexibel

Bei den Polstern setzt Kurt Erni – neben Uni und Bi-Color – unter anderem auf hochdekorative Stoffe mit samtigem Glanz. So gehören «Djira» und «Djing» aus der aktuellen Kollektion von Carlucci/Jab Anstoetz mit feinem Paisley-Druck zu den neuen Bezugstoffen.

«Wandelbarkeit und Flexibilität sind Schlüsselkriterien, um Individualität, Emotionen und die wachsende Lust nach schneller Veränderung rund ums Wohnen und Leben zu gewährleisten», zitiert Robert Wirichs einen Kernsatz der Unternehmensphilosophie, der in den jüngsten Entwicklungen und Sortimentsergänzungen zum Ausdruck kommt. Vor allem der Emotionalität wird dabei mit sinnlichen Materialisierungen Rechnung getragen.