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Bhopal-Opfer protestieren gegen Olympia-Sponsor

Kinder der Opfer des Chemie-Unglücks gehen in Bhopal aus die Strasse. (Bild: Keystone)

Im indischen Bhopal starben bei einem Chemie-Unglück 1984 rund 15'000 Menschen, Zehntausende erlitten bleibende Schäden. Überlebende wollen nun auf die Verantwortung des aktuellen Olympia-Sponsors Dow

Veröffentlicht am 27.07.2012

Überlebende des Chemie-Unglücks im indischen Bhopal haben mit einer eigenen Olympia-Veranstaltung gegen den Sponsor Dow Chemical demonstriert. Die Opfer wollten das Unternehmen damit einen Tag vor Eröffnung der Sommerspiele auf seine Verantwortung für die Katastrophe von 1984 hinweisen.

Durch den Austritt giftiger Gase starben damals rund 15'000 Menschen, Zehntausende erlitten bleibende Schäden. Teil der «Special Olympics» der Bhopal-Opfer waren ein 25-Meter-Rennen sowie ein Walking-Wettbewerb behinderter Sportler.

Das Unternehmen Dow äusserte Mitgefühl mit den Opfern, wies Forderungen nach einer Entschädigung aber zurück, da es die Chemieanlagen im zentralindischen Unionsstaat Madhya Pradesh erst lange nach dem Unglück übernommen habe.

(tno/sda)

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