Eines ist positiv. Da das an der Berner Börse kotierte Unternehmen im Frühling die deutsche Falken-Gruppe übernommen hatte, stieg der Umsatz 2012 um 34 Prozent auf 188,2 Millionen Franken. Ohne die Akquisition und zu konstanten Wechselkursen gerechnet hätte Biella aber ein Umsatzminus von 4 Prozent hinnehmen müssen, wie nun bekannt gegeben wurde. Wegen einmaligen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Falken-Gruppe rutschte Biella zudem in die roten Zahlen.

So weist das Unternehmen einen Betriebsverlust von 2,3 Millionen Franken und einen Reinverlust von 3,8 Millionen aus. 2011 hatte bei einem operativen Ergebnis von 2,0 Millionen noch ein Reingewinn von 1,5 Millionen zu Buche gestanden.

Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch die Kosten für die Finanzierung der Falken-Übernahme. Im Verlust enthalten sind aber auch Rückstellungen, die Biella für Restrukturierungen gebildet hat. Solche hat das Unternehmen ins Auge gefasst, um auf den konjunkturbedingten Nachfragerückgang zu reagieren.

Fabriken in ganz Europa

Aufgrund der neuen Betriebsgrösse nach der Übernahme im vergangenen Jahr sieht Biella nun zusätzliche Möglichkeiten, «die Organisation zu straffen». Ob es dabei auch zu einem Stellenabbau kommen wird, gab das Unternehmen mit rund 1100 Mitarbeitenden am Montag nicht bekannt.

Biella hat Fabriken in der Schweiz, Ungarn, Polen, Grossbritannien und Rumänien und je ein Logistikzentrum in Brügg bei Biel, Wien, Warschau und Enkhuisen in den Niederlanden.

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(se/awp)