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Bienensterben: Syngenta klagt gegen Pestizidverbot

Bienensterben: Syngenta klagt gegen Pestizidverbot
Mysteriöse Fälle: Imker in Frankreich, Deutschland oder Italien meldeten den Tod ganzer Bienenvölker. (Bild: Keystone)

Der Agrochemiekonzern wehrt sich dagegen, dass der Einsatz des Insektengifts Thiamethoxam beschränkt werden soll. Die Basler wurden bei der EU-Kommission vorstellig.

Im Streit um das Bienensterben wehrt sich der Agrarchemiekonzern Syngenta gegen Pestizid-Verbote. Das Unternehmen habe bei der EU-Kommission gegen die Beschränkungen geklagt, teilte Syngenta in Basel mit.

Die Entscheidung, dem Einsatz des Syngenta-Insektengifts Thiamethoxam in der EU scharfe Grenzen zu setzen, stütze sich auf ein fehlerhaftes Verfahren und eine ungenaue Prüfung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Syngenta sei überzeugt, dass sich die EU-Kommission irre, wenn sie das Mittel mit der Verschlechterung der Bienengesundheit in Verbindung bringe.

Auch Bayer und…

Die EU-Kommission hatte Ende April beschlossen, den Einsatz von Insektiziden der Neonicotinoid-Gruppe stark zu begrenzen. Betroffen sind das Pestizid Thiamethoxam von Syngenta sowie die Mittel Clothianidin und Imidacloprid von Bayer.

Sie stützte sich dabei auf eine Prüfung der EFSA, die Mitte Januar Risikobewertungen für diese Pflanzenschutzmittel veröffentlichte. Die EFSA wies unter anderem darauf hin, dass die Staubentwicklung von behandeltem Saatgut für Bienenvölker gefährlich werden kann.

… BASF betroffen

Imker in Europa hatten in den vergangenen Jahren immer wieder über ungewöhnliche Fälle von Bienensterben berichtet. Unter anderem in Frankreich, Deutschland und Italien hatte das plötzliche Absterben grosser Honigbienenvölker für Schlagzeilen gesorgt.

Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace forderten schon länger ein Verbot solcher Pestizide. Wegen der Gefahren für Bienenvölker schränkte die EU inzwischen auch den Einsatz des BASF-Pestizids Fipronil ein.

(reuters/vst/aho)

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