Der weltgrösste Brauereikonzern Anheuser-Busch Inbev (AB Inbev) hat 2012 dank eines starken Wachstums in Brasilien und Preiserhöhungen in den USA deutlich zugelegt. Damit konnten die Belgier den schwächelnden europäischen Markt ausbügeln.

Konzernweit legte der Umsatz um knapp zwei Prozent auf 39,8 Milliarden Dollar zu, wie das Unternehmen am Mittwoch in Leuven mitteilte. Operativ verdiente der Bierbrauer, zu dem unter anderem die bekannte deutsche Marke Beck's gehört, mit 15,5 Milliarden Dollar (11,9 Milliarden Euro) etwas mehr als vor einem Jahr.

Der Überschuss legte vor allem wegen deutlich gesunkener Kosten für die Kredite um knapp 24 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar zu. Die Aktionäre profitieren von dem Gewinnanstieg und dem reduzierten Schuldenberg mit einer deutlichen Dividendenerhöhung.

AB Inbev will die Ausschüttung je Aktie auf 1,7 (Vorjahr: 1,2) Euro anheben. Das ist deutlich mehr als Experten erwartet hatten.

Falscher Alkohol-Gehalt

Wegen des angeblichen Verdünnens von Bier ist in den USA eine Konsumentenklage gegen den Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev eingegangen. Wie Anwälte der Kläger mitteilten, sollen Budweiser-Bier und andere alkoholische Getränke mit Wasser gestreckt worden sein.

Auf den Etiketten sei ein falscher Alkohol-Gehalt ausgewiesen worden, hiess es. Anheuser wies die Vorwürfe zurück.

Eine Klage sei bereits am Freitag an einem Bundesgericht in San Francisco eingereicht worden, weitere Klagen sollten noch in dieser Woche folgen, sagten die Anwälte.

Der Tipp über die falschen Informationen auf den Etiketten sei von ehemaligen Angestellten des Konzerns in den USA gekommen. Einige hochrangige Anheuser-Mitarbeiter hätten zudem bestätigt, dass es zur Unternehmenspolitik gehöre, Premiummarken mit Wasser zu verlängern.

(chb/aho/awp)