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Bierpreise: Basler Wirte attackieren Feldschlösschen

Basler Wirte kritisieren die Preise der Carlsberg-Tochter Feldschlösschen. (Bild: Keystone)

Meuterei am Zapfhahn: Basler Wirte wehren sich gegen die Preispolitik des Getränkeherstellers Feldschlösschen. Sie haben Anzeige bei der Weko und beim Preisüberwacher eingereicht.

Veröffentlicht am 12.02.2012

Der Wirteverband Basel-Stadt hat gegen die zum Carlsberg-Konzern gehörende Feldschlösschen Getränke AG Anzeige beim Preisüberwacher und der Wettbewerbskommission (Weko) erstattet. Grund: Das Unternehmen missbrauche seine Marktmacht.

Die angekündigten Preiserhöhungen von durchschnittlich 4,4 Prozent seien schwer nachvollziehbar, wird Verbandspräsident Josef Schüpfer in einem Communiqué zitiert. Denn die Preise müssten eigentlich sinken.

So werde das belgische Fassbier «Stella Artois» verteuert, obwohl es in der flämischen Stadt Löwen - also in der Euro-Zone - produziert werde. Störend sei auch, dass von Feldschlösschen gebraute Billigbiere wie «Anker» nicht teurer würden, während man typische Gastronomiegebinde in dieser Preisklasse vergeblich suche.

Vormarsch der billigen Importbiere

«Wir brauchen in der Schweiz mehr Wettbewerb im Getränkemarkt», forderte der Basler Wirteverband. Beim Offenbier gebe es ein stillschweigendes Preiskartell, hiess es. Die Preise seien aber nicht nur gegenüber dem Ausland deutlich höher, gross seien auch die Unterschiede zwischen den Absatzkanälen Detailhandel und Gastronomie.

Die Feldschlössen Getränke AG hatte die Preiserhöhung damit begründet, den Vormarsch der billigen Importbiere stoppen zu wollen, indem sie mehr in heimische Biere investiere. Es gehe darum, Innovationen, Biervielfalt, Sponsoring und breite Werbeaktivitäten zu fördern.

(sda/aho)

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