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Ernährung
Bieterkampf um medizinische Joghurts

Danone-Produkte im Kühlregal: Mehrere Firmen wollen Danone kaufen.  Danone

Fresenius möchte das Danone-Geschäft mit medizinischer Ernährung übernehmen. An der Sparte sind aber auch andere Firmen interessiert, darunter der Schweizer Nahrungsmittelgigant Nestle.

Veröffentlicht am 03.10.2014

Fresenius kann sich einem Pressebericht zufolge nun Hoffnungen auf den Kauf des Geschäfts mit medizinischer Ernährung von Danone machen. Die entsprechenden Übernahmegespräche befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium, berichtete die «Financial Times» (FT) am Freitag auf ihrer Internetseite unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Es sei aber immer noch möglich, dass die Verhandlungen über die Sparte, die mit drei Milliarden Euro bewertet werden könnte, scheiterten, hiess es in dem Bericht weiter.

Nestle auch interessiert

Der deutsche Gesundheitskonzern verhandelt früheren Berichten zufolge schon länger mit dem französischen Lebensmittel- und Getränkekonzern über den Kauf. Ebenfalls an einer Übernahme interessiert sein sollen auch der schweizerische Nahrungsmittelkonzern Nestle und der US-Pharmakonzern Hospira.

Am Aktienmarkt fielen die Reaktionen unterschiedlich aus. Fresenius gaben zuletzt am Feiertag in Deutschland im ausserbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um gut ein halbes Prozent nach. Nestle gingen in Zürich etwas höher aus dem Handel. In Paris legte Danone hingegen um knapp ein Prozent zu. Hospira sprangen in New York zuletzt um knapp zwei Prozent nach oben.

Knackpunkt: Kartellrecht

Im April hatten Kreise berichtet, Knackpunkt seien neben dem Preis kartellrechtliche Erwägungen. Danone sei an einer Komplettübernahme interessiert, dies sei für Fresenius aber wohl nicht möglich.

Danone wollte sich der Zeitung zufolge nicht äussern, Fresenius war am Feiertag in Deutschland nicht zu erreichen. Ein Sprecher hatte im April auf frühere Aussagen des Konzernchefs Ulf Schneider verwiesen. Demnach schaut sich der Konzern alles an, was in dem Bereich interessant ist und zum Verkauf steht. Fresenius könnte mit dem Zukauf seine zweitgrösste Sparte Kabi stärken, die auf das Geschäft mit klinischer Ernährung, Infusionen, Generika und Medizinprodukten spezialisiert ist.

(awp/ise/gku)

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