Der Baukonzern Bilfinger Berger stärkt sein Engagement im Dienstleistungsgeschäft mit einer Übernahme und der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens. Für 145 Millionen Euro übernehmen die Mannheimer die niederländische Tebodin, einen Spezialisten für Beratungs- und Ingenieurdienstleistungen, wie Bilfinger Berger mit. Die Niederländer sind international tätig und kommen mit 3200 Mitarbeitern auf eine Jahresleistung von 225 Millionen Euro.

Zum anderen gründet der Konzern zusammen mit dem russischen Kraftwerksausrüster Tyazhmash ein Joint-Venture, an dem Bilfinger Berger mit 51 Prozent die Mehrheit halten wird. Das neue Unternehmen mit dem Namen Bilfinger Babcock Tyazhmash solle von der Erneuerung des russischen Kraftwerkparks profitieren, hiess es in der Mitteilung.

Bilfinger Berger hat sich bis 2016 ein Plus von 50 Prozent für seine Konzernleistung und eine Verdoppelung des Konzerngewinns vorgenommen. Der Konzern setzt dabei auf internes und externes Wachstum. Bis 2016 will Bilfinger Berger deutlich mehr als eine Milliarde Euro für den Zukauf von Unternehmen ausgeben. Schwerpunkt ist das Dienstleistungsgeschäft.

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Bilfinger sorgte diesen Monat auch in der Schweiz für Schlagzeilen. Der zweitgrösste Baukonzern Deutschlands wird wegen Lohndumpings angeklagt. Die Baufirma soll beim Bau des Roche-Turms 15 Fremdarbeiter um über 47'000 Franken geprellt haben.

(chb/tno/awp)