Deutlich mehr Passagiere haben bei Ryanair die Kassen klingeln lassen. Der irische Billigflieger steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Gewinn um zwei Drittel auf 867 Millionen Euro. Für das laufende Jahr zeigt sich der Easyjet-Konkurent optimistisch. Der Gewinn vor Steuern werde voraussichtlich auf 940 bis 970 Millionen Euro klettern.

Die Zahl der Reisenden auf Ryanair-Flügen sei um 11 Prozent auf 90,6 Millionen geklettert, teilte die nach Passagieraufkommen grösste Fluggesellschaft Europas mit. Das sei ein fast dreimal so hohes Plus wie ursprünglich anvisiert worden sei. Den Umsatz im abgelaufenen Jahr (zum 15. März) bezifferte Ryanair mit 5,66 Milliarden Euro. Die Auslastung der Maschinen verbesserte sich von 83 auf 88 Prozent. Nun will das Management die Schwelle von 90 Prozent erreichen.

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Niedrige Ölpreise als Herausforderung

Ursprünglich hatte Ryanair-Chef Michael O'Leary für das Geschäftsjahr 2014/2015 maximal 620 Millionen Euro Profit in Aussicht gestellt, das Ziel aber zuletzt auf 840 bis 850 Millionen Euro angehoben.

Im laufenden Jahr sieht sich das Unternehmen aber durch den niedrigen Ölpreis herausgefordert. Die geringeren Spritkosten erlaubten anderen Fluggesellschaften, ihre Ticketpreise zu senken und damit Ryanair Kunden abzujagen. 

(reuters/awp/tno/ama)