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Einbruch
Billigöl drückt Glencore in die roten Zahlen

Glencore-Sitz in Baar: Der Rohstoffkonzern häuft einen Verlust an. Keystone

Der Rohstoffkonzern muss für die ersten sechs Monate im laufenden Jahr einen Umsatzrückgang und einen Verlust hinnehmen. Besonders zu schaffen macht Glencore der Preiszerfall beim schwarzen Gold.

Veröffentlicht am 19.08.2015

Der Rohstoff- und Minenkonzern Glencore hat im ersten Halbjahr 2015 einen Verlust verbucht und auch beim Betriebsergebnis aufgrund der schwachen Rohstoffpreise einen deutlichen Rückgang verzeichnet. Der Umsatz ging um rund 25 Prozent auf 85,71 Milliarden Dollar zurück, wie dem Halbjahresbericht zu entnehmen ist.

Der adjustierte Ebitda fiel um 29 Prozent auf 4,61 Milliarden Dollar, der adjustierte Ebit gar um 61 Prozent auf 1,41 Milliarden. Unter dem Strich resultierte ein adjustierter Reinverlust von 676 Millionen Dollar verglichen mit einem Gewinn von 1,72 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

Erwartungen für Investitionen gesenkt

Das Unternehmen hat aufgrund des gesunkenen Rohölpreises Wertminderungen in Höhe von 792 Millionen Dollar auf die Öl-Aktivitäten im Chad vorgenommen. Als weitere Belastung wird die Betriebseinstellung bei der südafrikanischen Optimum Coal genannt.

Das Unternehmen hat seine Erwartung für die Investitionen gesenkt. Der Capex soll im Gesamtjahr rund 6 Milliarden Dollar betragen, verglichen mit zuvor avisierten 6,5 bis 6,8 Milliarden.

Der Verwaltungsrat hat eine Zwischendividende von gegenüber dem Vorjahr unverändert 6 US-Cent pro Aktie angekündigt.

(awp/dbe/ama)

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