Das Biopharma-Unternehmen Actelion hat in den ersten neun Monaten 2015 den Produktumsatz um 2 Prozent auf 1'525 Millionen Franken erhöht, zu konstanten Wechselkursen resultierte ein Wachstum von 5 Prozent.

Getragen wird das Wachstum vom neuen Medikament Opsumit, das den bisherigen Actelion-Hauptumsatzträger Tracleer ablösen soll. Der Kerngewinn verbesserte sich um 3 Prozent (kWk +7 Prozent) auf 651 Millionen Franken, wie das Allschwiler Unternehmen am Dienstag mitteilte. Für das Gesamtjahr hat das Unternehmen seine Prognose für den Kerngewinn erneut angehoben.

Weniger Umsatz mit Tracleer

Der Umsatz des noch immer wichtigsten Medikaments Tracleer zur Therapie von Lungenbluthochdruck (pulmonale arterielle Hypertonie, PAH) bildete sich in den neun Monaten zurück und erreichte noch 934 Millionen Franken (-17 Prozent/kWk -13 Prozent). Tracleer ist wegen Patentverfällen und neueren Produkten unter Druck. Das designierte Tracleer-Nachfolgeprodukt Opsumit kam dagegen auf einen Umsatz von 354 Millionen Franken, nachdem die Verkäufe in der Vorjahresperiode noch 111 Millionen Franken betragen hatten.

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Der US-GAAP-EBIT erhöhte sich um 3 Prozent (kWk +7 Prozent) auf 533 Millionen Franken während der Reingewinn mit 452 Millionen Franken um 20 Prozent (kWk -17 Prozent) Prozent tiefer ausfiel. In der Vorjahresperiode hatte das Unternehmen allerdings noch von Rückstellungs-Auflösungen für Rabatte aus Patientenprogrammen in den USA profitiert.

Prognose nochmals angehoben

Mit dem Quartalsabschluss hat Actelion die Konsensschätzungen der Analysten beim Umsatz und beim Kerngewinn übertroffen. Im Durchschnitt (AWP-Konsens) wurde ein Produktumsatz von 1,504 Mrd Franken erwartet; die Tracleer-Verkäufen erfüllten die Erwartungen dabei mit 934 Millionen Franken genau, während die Analysten die Opsumit-Umsätze tiefer erwartet hatten. Der Kerngewinn war mit 619 Millionen Franken prognostiziert worden.

Die zuletzt im Juni angepassten Prognosen für das Gesamtjahr passt das Management nun noch einmal nach oben an. Es geht nun davon aus, dass der Gewinn im laufenden Jahr stärker steigen wird und der Kerngewinn die «Schwelle von 20 Prozent überschreitet, bei konstanten Wechselkursen und unter Ausschluss der Auflösung von Rabattrückstellungen in den USA.» Zuletzt waren die Actelion-Verantwortlichen von einem Wachstum zwischen 15 und 19 Prozent (kWk) ausgegangen.

(awp/ise/me)