Es ist eine stille Seuche: 80 bis 90 Prozent der Infizierten tragen den Hepatitis-C-Virus in sich, ohne etwas davon zu merken. Die Folgen der Infektion werden oft erst 25, manchmal sogar erst 40 Jahre später entdeckt und äussern sich in vielen Fällen in einem späten Stadium als Leberzirrhose oder Leberkrebs. Weltweit sollen gemäss WHO bis zu 150 Millionen Menschen mit HCV infiziert sein, davon bis zu 100 000 in der Schweiz.

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Forschungsdurchbrüche in der Hepatitis-C-Therapie

Dies ist trotzdem kein Grund zur Panik. Im Gegenteil: Noch bevor die durch Hepatitis C-Viren verursachten Leberschäden 2020 ihren Höhepunkt erreichen werden, feiert die Biotechnologie spektakuläre Durchbrüche in der Forschung. Vergleiche mit den Fortschritten in der AIDS-Therapie vor 15 Jahren sind angebracht und immer mehr Präparate , die den Hepatitis-C-Virus ausradieren, erhalten die Marktzulassung.  Diese revolutionären Präparate  greifen in die Vermehrung des Virus ein, wie beispielsweise Incivek von Vertex, welches 2011 zugelassen wurde.

Während die Behandlungsdauer mit Incivek von 48 auf 24 Wochen sank, stieg die Heilungsrate von 40 auf 60 Prozent. Statt 48 waren nur noch 24 Spritzen mit Interferon nötig, welches bei vielen Patienten zu starken Nebenwirkungen und deshalb zum Therapieabbruch führte.

Der entscheidende Durchbruch gelang jedoch Gilead Ende 2013. Der Biotechnologie-Konzern erhielt von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für ein Produkt namensSovaldi. Es ist der erste zugelassene Polymerase-Hemmer und ermöglicht erstmalsbei bestimmten besonders in den USA und Europa verbreiteten Genotypen eine Therapie ohne Interferon-Spritzen möglich. Es werden Heilungsraten von mehr als 90 Prozent erreicht. Der Virus verschwand sogar bei Menschen, die bereits eine Leberzirrhose hatten.

Weil Sovaldi so gut wirkt, setzt Gilead hohe Preise durch. In den USA schlägt die 12wöchige Behandlung mit USD 84 000 zu Buche. Die USD 1000 pro Tablette stiessen in den USA eine Diskussion über Preisbegrenzungen an. Gilead hält dem die mehreren Hunderttausend Dollar entgegen, die eine Lebertransplantation kostet,wodurch das Gesundheitssystem spart netto sogar Kosten.

Erfolgreichste Produkteinführung aller Zeiten

Für die Biotech-Unternehmen zahlt sich die langjährige Hepatitis-C-Forschung aus: Vertex verkauft Incivek seit Mai 2011 zu einem Preis von USD 68 000. Mit einem Umsatz von USD 1,56 Mrd.  im ersten Jahr avancierte Incivek zur erfolgreichsten Produkteinführung aller Zeiten. Gilead wird diese Bestmarke um Längen schlagen und setzte schon in den ersten zwei Quartalen 2014 mit Sovaldi USD 5,8 Mrd. um.

Hepatitis-C-Erfolge lohnen sich auch für Anleger

Gilead gehört mit einer Portfoliogewichtung von über 10 Prozent zu den grössten Beteiligungen von BB Biotech.  Gileads Kurs konnte sich über die letzten 2,5 Jahre mehr als vervierfachen und die Position brachte BB Biotech kumulativ über die Jahre einen Gewinn von über CHF 450 Mio. Auch Vertex ist seit vielen Jahren eine Kernposition im Portfolio. Das ist kein Zufall: Um solche Trends und Durchbrüche frühzeitig zu erkennen und die zukünftigen Highflyer an der Börse aufzuspüren, besucht das Team von BB Biotech zahlreiche Konferenzen und tauscht sich regelmässig mit Fachärzten und Spezialisten aus.

Davon profitieren die Anleger, denn Investments in einzelne Biotechnologie-Aktien sind oftmals eine riskante Angelegenheit. Mit der Aktie von BB Biotech können Anleger das Risiko streuen und vom HCV-Trend profitieren. Die Beteiligungsgesellschaft ist seit 1993 im Geschäft und verwaltet ein breit diversifiziertes Portfolio von Biotechnologie-Werten im Umfang von CHF 2,3 Mrd., welches seit der Lancierung jährlich eine zweistellige Rendite erwirtschaftet.