«Die heutigen finanziellen Mittel reichen für die nächsten drei bis fünf Jahre», sagt Peter Klein, Chef des Berner Biotechunternehmens Pevion. Grund dafür ist eine kürzlich abgeschlossene Finanzierungsrunde. Bisher wurde Pevion zu je 50% durch die Baselbieter Peptidherstellerin Bachem und das niederländische Impfstoffunternehmen Crucell finanziert; als neue Investorin ist unter anderem die Beteiligungsgesellschaft BB Biotech eingestiegen. «Nach diesen drei bis fünf Jahren ist ein Börsengang möglich», bestätigt Klein. «Im Hinterkopf ist diese Idee natürlich präsent, wir arbeiten allerdings nicht ausschliesslich auf dieses Ziel hin», sagt er.

Klein forscht mit 20 Mitarbeitern an Impfstoffen gegen Malaria, Brustkrebs und Hepatitis C. Er weiss, dass seine Firma von den grossen Pharmakonzernen beobachtet wird. «Unsere Strategie ist es, die Produktkandidaten bis zur vorletzten Studienphase weitgehend selbst zu entwickeln, anschliessend in Kooperation mit grossen Pharmafirmen», sagt Peter Klein. Als Partner kommen etwa Novartis, MSD und GlaxoSmithKline in Frage, die ebenfalls an Impfstoffen arbeiten. Für den Malaria-Impfstoff könnten sich auch Armeen interessieren.

Was macht Kuno Sommer?

Wie lange Kuno Sommer, Delegierter von Crucell im Pevion-Verwaltungsrat, dieses Amt noch ausübt, ist unklar. Er verlässt Crucell im September. Bei der von Crucell abgespaltenen Biotechfirma Kenta wird er aber bis zur GV im Juni 2008 VR-Präsident bleiben, sagt Kenta-Chefin Violetta Georgescu.