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Untersuchung
Bitcoin: Japans Behörden greifen ein

Das rätselhafte Verschwinden der Online-Handelsbörse Mt. Gox ruft die Finanzaufsicht, die Polizei und das Finanzministerium auf den Plan. Derweil will der Firmenchef die Anleger beruhigen.

Veröffentlicht am 26.02.2014

In der Vertrauenskrise um die Internet-Währung Bitcoin ruft die plötzliche Schliessung des Handelsplatzes Mt.Gox die japanischen Behörden auf den Plan. Unter anderem die zuständige Finanzaufsicht, die Polizei und das Finanzministerium untersuchten den Fall, sagte ein Regierungssprecher. Zu einem Bericht, wonach die Ermittler in New York Zwangsmassnahmen gegen die Seite eingeleitet hätten, äusserte er sich nicht.

Unternehmenschef Mark Karpeles versuchte die Anleger zu beruhigen. Er sei noch immer in Japan und arbeite mit anderen Parteien daran, eine Lösung der Probleme zu finden, erklärte er auf der Mt.Gox-Internetseite.

Büros in Tokio sind verwaist

Die einst grösste Börse für das virtuelle Geld hatte am Dienstag offenbar den Betrieb eingestellt. Ihre Webseite war zeitweise nicht mehr erreichbar und das Büro in Tokio verwaist. Der Aufenthalt von Karpeles war unklar. Er hatte per E-Mail lediglich erklärt, das Geschäft befinde sich an einem Wendepunkt. Für die Cyber-Währung, die man an den Bitcoin-Börsen in reales Geld tauschen kann, bedeutet der Fall Mt. Gox einen weiteren Rückschlag. Erst im Januar waren in den USA zwei Organisatoren von derartigen Handelsplattformen wegen des Verdachts auf Geldwäsche festgenommen worden. 

(reuters/dbe/sim)

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