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Busse
BKB prüft Rückstellungen für US-Steuerstreit

Basler Kantonalbank: Das Finanzhaus bereitet sich auf eine Busse vor. (Bild: Keystone)

Die Basler Kantonalbank bereitet sich auf eine Busse im US-Steuerstreit vor. Zudem beteuert der neue Bankratspräsident in einem Interview, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben.

Veröffentlicht am 04.12.2013

Die Basler Kantonalbank (BKB) wird prüfen, ob sie im Jahresabschluss Rückstellungen im Hinblick auf eine allfällige Busse im US-Steuerstreit vornehmen wird.

«Wir werden dabei sämtliche Entwicklungen, die im Verlauf des Jahres eingetreten sind, wie auch die Impulse von FINMA und Prüfgesellschaft berücksichtigen», sagte Interims-Bankratspräsident Andreas Sturm in einem Interview mit der «Basler Zeitung».

Zur Höhe einer allfälligen Rückstellung könne er aber im Moment keine Aussage machen, sagte Sturm weiter. Die BKB wolle im US-Steuerstreit gerne rasch zu einer Lösung kommen. «Ich bin zuversichtlich, aber es wird nicht einfach sein», so der neue Präsident.

Lehren gezogen

Aus den zahlreichen Negativschlagzeilen der letzten Zeit habe die BKB ihre Lehren gezogen, versicherte Sturm. «Wir tun alles, um solche Schlagzeilen in Zukunft zu vermeiden.» Was die Unternehmenskultur angehe, sei die BKB nun sehr gut aufgestellt: «Wir haben heute eine Kultur der Offenheit, der Transparenz. Wir sind heute bodenständiger und auch bescheidener.»

Sturm liess im Interview offen, ob er das Amt das BKB-Präsidium definitiv übernehmen will. Er werde in den kommenden Wochen das Gespräch mit den Parteien suchen, um die Unterstützung seiner Kandidatur zu klären. «Die BKB braucht einen Präsidenten, der breite politische Unterstützung geniesst», so der ehemalige GLP-Grossrat.

Rücktritt nach Finma-Rüge

Das vorherige Bankratsmitglied Andreas Sturm hatte die Präsidialfunktionen Ende November interimistisch übernommen, nachdem Bankratspräsident Andreas Albrecht zurückgetreten war. Albrecht hatte damit auf eine Rüge der Finma reagiert, die BKB habe zwischen 2009 und 2012 «in unzulässiger Weise» den Börsenkurs der eigenen Partizipationsscheine gestützt.

Die Titel der BKB-Partizipationsscheine haben seit dem Rücktritt Albrechts weiter nachgegeben. Am Mittwochvormittag sind die PS auf ein neues Jahrestief von 66,40 (-2,0%) gesunken. Im laufenden Jahr haben sie damit um über 32% verloren.

(awp/muv/aho)

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