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BKV/SKO-Podium: «Nachhaltig anlegen ist rentabel»

Zum Thema «Nachhaltige Gewinnoptimierung» trafen sich am 11. Mai rund 150 Führungskräfte am zweiten Podium der Schweizerischen Kader-Organisation und des Bank Kader Vereins Zürich.

Veröffentlicht am 17.05.2006

«Der Begriff Nachhaltigkeit wird heute unterschiedlich verwendet», stellte Roger M. Kunz, Leiter Master of Advanced Studies Private Banking & Wealth Management vom Institut für Finanzdienstleistungen in Zug zu Beginn der Diskussion klar. Einerseits sei damit die Erwirtschaftung einer kontinuierlichen, langfristig orientierten positiven Rendite gemeint. Auf der andern Seite werde darunter ein Investment verstanden, das einen Beitrag zur ökologisch, sozial und ethisch vertretbaren Entwicklung der Gesellschaft leistet.

Am Gespräch nahm auch Peter Fanconi, Managing Director Harcourt Investment Consulting, teil. Auf die Frage des Moderators Daniel Hügli, Ressortleiter Finanz der «Handelzeitung», wie nachhaltig das Geschäft der Hedge-Fonds sei, antwortete er: «Die zugrunde liegende Strategie der Hedge Funds ist es, Ineffizienzen im Markt auszunutzen.» Diese Taktik führe gesamtwirtschaftlich zur Stabilität des Systems.

Ein traditionelleres Geschäft vertrat Peter Jäggi, Geschäftsführer Swisscanto Immobilien Management. Er betonte die konstanten Renditen und geringen Risiken von Immobilienanlagen: «Investments in Liegenschaften sind in den letzten drei Jahren zunehmend sexy geworden.» Danielle Lalive d'Epinay, Geschäftsführerin Inrate AG for sustainable investments, betonte indes: «Der Mythos, dass nachhaltige Investments weniger hohe Rendite erzielen, ist falsch.» Wissenschaftliche Studien hätten keine Performance-Unterschiede entdecken können. Im Gegensatz zu Dieter Küffer, Senior Portfolio Manager von SAM Sustainable Asset Management, würde bei ihr ein Unternehmen wie Nestlé, das die Privatisierung von Wasser befürwortet, nicht in die Titelauswahl finden. Gemäss Küffer würde jedoch das wertvolle Nass nicht effizient verwendet, wenn es nichts kostet. «Ausserdem können viele Staaten die hohen Infrastrukturausgaben gar nicht selbst bezahlen», führte er aus. In einem waren sich die Vertreter dieser verschiedenen Ansätze einig: Mit Diversifikation ist man auf der sicheren Seite.

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