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Transaktion
BKW lagert Swissgrid-Anteil aus

Leitzentrale von Swissgrid in Laufenburg: Die BKW lagert ihre Anteile aus.  Keystone

Die BKW lagert ihre Beteiligung am Netzbetreiber Swissgrid in eine Tochterfirma aus. Darlehensforderungen werden ebenfalls abgegeben. So werden neue Mittel für den Berner Energiekonzern frei.

Veröffentlicht am 18.07.2014

Der Energiekonzern BKW plant seine 12,6 Prozent-Aktienbeteiligung am nationalen Netzbetreiber Swissgrid in eine von ihm beherrschte Tochtergesellschaft auszulagern. Im Rahmen einer Minderheitsbeteiligung beabsichtige die CSA Energie-Infrastruktur Schweiz, sich zu 49,9 Prozent an dieser Tochtergesellschaft zu beteiligen, teilte BKW am Freitag mit. Bei CSA handelt es sich um eine Anlagegruppe für schweizerische Vorsorgeeinrichtungen, verwaltet durch die Credit Suisse Energy Infrastructure Partners.

Zum Transaktionspreis könne BKW zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft geben, sagte ein Sprecher auf AWP-Anfrage. Der Buchwert der BKW-Beteiligung an der Swissgrid betrage rund 80 Millionen Franken. Ziel sei es, die Transaktion noch in diesem Jahr abzuschliessen.

Forderungen gehen an die CSA

BKW will gleichzeitig eine noch verbleibende Darlehensforderung gegenüber der Swissgrid an die CSA Energie-Infrastruktur Schweiz abgeben. Ob die Übertragung der Forderung im Rahmen der selben Transaktion durchgeführt werden kann, werde aber noch geprüft, so der BKW-Sprecher.

Bei der Übertragung des Übertragungsnetzes der BKW an die Swissgrid Anfang 2013 zahlte die Netzgesellschaft einerseits in Form von Aktien und andererseits in Form von Darlehen. Ein Teil des Darlehens sind laut dem BKW-Sprecher bereits zurückgezahlt. Rund 90 Millionen Franken seien noch offen.

Handlungsspielraum vergrössern

Insgesamt vergrössere das Vorhaben den finanziellen Handlungsspielraum der BKW für den geplanten zügigen Aufbau neuer Geschäftsfelder im Bereich der Energiedienstleistungen, hiess es vom Unternehmen.

Dazu hatte der Konzern bereits seit längerem einen Verkauf der 12,6 Prozent-Beteiligung an Swissgrid erwägt, wie bereits bekannt war. Mit dem gewählten Vorgehen sei ein Weg gefunden, die Swissgrid-Aktien nicht effektiv zu veräussern, aber trotzdem die notwendigen Mittel freizusetzen, kommentierte der Sprecher jetzt.

(awp/gku/sim)

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