Neben den schwierigen Bedingungen auf dem europäischen Strommarkt kämpfen die Berner vor allem bei zwei Anlagen in Deutschland und Italien mit Bauverzögerungen, Materialproblemen und Bürgerprotesten.

In Wilhelmshaven hält die BKW einen Drittel an einem neuen Kohlekraftwerk. Beim Bau des Werks kam im Kessel der Werkstoff T24 zum Einsatz, wie Mediensprecher Antonio Sommavillagegenüber der «Handelszeitung» bestätigt. «An der Anlage gibt es deswegen Mängel», so Sommavilla weiter. Der auch in neun anderen deutschen Kohlekraftwerken eingesetzte Spezialstahl hätte eigentlich die Effizienz der Anlage erhöhen sollen, verursachte aber verschiedene Schäden. Laut BKW-Sprecher Sommavilla laufen nun Gespräche mit der verantwortlichen Generalunternehmung über die Frage, wer die Mehrkosten zu berappen hat.

Schwierigkeiten hat die BKW auch im italienischen Ortona, wo sie 48 Prozent eines Gaskraftwerks besitzt. Nach Bürgerprotesten stoppte die Gemeinde den Bewilligungsprozess für die bereits fertig gestellte Anlage. Inzwischen liegt die BKW ein Jahr hinter dem Zeitplan. Im Januar habe sie nun aber die Bewilligung erhalten, sagt BKW-Sprecher Sommavilla. Die BKW hatte im Januar bereits einen Millionenabschreiber auf diese Anlagen bekannt gegeben.

Anzeige

Lesen Sie mehr zum Thema in der neuen Ausgabe der «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk.