Der Berner Energie- und Dienstleistungskonzern BKW baut sein noch junges Geschäftsfeld Wasser aus. Mit der Übernahme der Hinni AG ist die BKW-Tochter Arnold neben dem Abwasserbereich nun auch im Gebiet Trink- und Löschwasser stärker vertreten.

Hinni sei die im Bereich Siedlungswasser schweizweit führende Dienstleisterin, schreibt die BKW in einer Mitteilung vom Montag. Hinni bietet Wartungs- und Revisionsarbeiten für Hydranten an und produziert und vertreibt selbst Hydranten. Zudem verfügt die in Biel-Benken BL ansässige Firma über ein System zur Online-Überwachung von Wassernetzen.

Kapitän bleibt an Bord

Hinni setzt mit insgesamt 125 Mitarbeitenden über 25 Millionen Franken jährlich um. Das Unternehmen wird auch künftig vom bisherigen Management-Team weitergeführt. Für die Mitarbeitenden ändert sich den Angaben zufolge nichts. Durch die neue Muttergesellschaft BKW erhält das Unternehmen aber Zugang zu einer grösseren Kundschaft.

Die BKW kann mit ihrer neuesten Übernahme wiederum nun die gesamte Wertschöpfungskette entlang der Siedlungswirtschaft abdecken: Engineering, Produktion, Lieferung und Installation der Anlagen bis zu deren Instandhaltung und Betrieb. Angesichts des Preisverfalls an den europäischen Strommärkten will die BKW profitablere Ertragsquellen ausbauen. Sie kauft deshalb seit Monaten im Bereich der Dienstleistungen kräftig zu.

Die BKW-Tochter Arnold beschäftigt 1000 Mitarbeiter und ist an 30 Standorten in der Schweiz vertreten. Anfang 2016 war die Dienstleisterin in der Stromversorgung, Telekommunikation und Verkehrsinfrastruktur mit zwei Übernahmen in das Geschäftsfeld Wasser eingestiegen. Da auch die Wasserversorgung eine flächendeckende, weitverzweigte Infrastruktur benötige, welche betrieben und unterhalten werden muss, erhofft sie sich Synergien.

(sda/chb)