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Blackberry-Anbieter RIM kommt mit blauem Auge davon

Blackberry-Anbieter RIM hat einmal bessere Zeiten erlebt. (Bild: Keystone)

Der Blackberry-Anbieter RIM schreibt im letzten Geschäftsquartal dank Sondereffekt einen dünnen Gewinn - und muss einen erheblichen Umsatzrückgang hinnehmen. Zudem legt der Konzern den Patentstreit mi

Veröffentlicht am 21.12.2012

Der Blackberry-Anbieter RIM ist mit einem blauen Auge durch das letzte Quartal vor dem Start seines neuen Hoffnungsträgers gekommen. Unter dem Strich gab es nach hohen Verlusten sogar einen dünnen Gewinn von 9 Millionen Dollar.

Dieser entstand allerdings nur, weil Steuergutschriften den operativen Verlust von 212 Millionen Dollar mehr als ausglichen, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz in dem am 1. Dezember abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal übertraf mit knapp 2,73 Milliarden Dollar sogar etwas die Erwartungen der Analysten. Verglichen mit dem Vorjahresquartal bedeutete es aber einen Einbruch von 47,2 Prozent. Gemessen am Vierteljahr direkt davor war das Minus mit 4,6 Prozent deutlich moderater.

Auch der Kunden-Abfluss war nicht so stark wie von einigen Marktbeobachtern befürchtet: Die Zahl der Blackberry-Kunden sank um 1 Million auf 79 Millionen. RIM verkaufte im Quartal rund 6,9 Millionen Blackberry-Smartphones und 255'000 Playbook-Tablets.

Neue Software soll Erfolg bringen 

Der aus Deutschland stammende RIM-Chef Thorsten Heins will im Februar das nächste Betriebssystem Blackberry 10 mit neuen Geräten auf den Markt bringen. Mit der mehrfach verzögerten Software verbindet RIM die Hoffnung, Anschluss an die erfolgreicheren Konkurrenten Samsung und Apple zu finden. 

Die Blackberrys von RIM (Research In Motion) waren einst sehr populär, doch das kanadische Unternehmen ignorierte zu lange den Trend zu Touchscreens und war zu langsam bei der Weiterentwicklung der Software. Als Folge schmolzen die Marktanteile dahin. 

Derweil hat der Blackberry-Anbieter RIM einen Patentstreit mit dem Handyriesen Nokia beigelegt. Nokia werde von RIM eine Einmalzahlung und fortlaufende Gebühren bekommen, teilte der finnische Konzern mit. Nähere Angaben gab es nicht.

Mit dem Deal werden auch alle Patentklagen in den USA, Grossbritannien und Kanada zurückgezogen, hiess es. Nokia hat als einer der Mobilfunk-Pioniere ein starkes Patentportfolio und erzielte damit Lizenzvereinbarungen mit den meisten Handy-Herstellern.

(muv/vst/sda)

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