Das soll ein Zeichen setzen: Der angeschlagene Smartphone-Hersteller Research in Motion (RIM) gibt sich neu den Namen seines berühmtesten Produktes - RIM hiesst jetzt Blackberry. Zusammen mit dem Namen präsentierte das Unternehmen am Mittwoch sein neues Betriebssystem Blackberry 10 und Geräte dazu.

Wie Blackberry nun Geschäftskunden zurückgewinnen willen, skizzierte Konzernchef Thorsten Heins schon einen Tag zuvor im Gespräch mit dem «Wall Street Journal». In einem reifenden Markt sei es zwar immer ratsam, nicht jedermanns Liebling zu sein, so Heins. «Aber der starke Trend in den USA, sein eigenes Gerät als Firmentelefon zu nutzen, bedeutet, dass wir den Verbraucher gewinnen müssen, um in den Firmen anzukommen.»

In Grossbritannien und in Kanada kommt Blackberry 10 laut Heins direkt auf den Markt. «Bei den USA tippe ich darauf, dass es Mitte März im Regal steht.» Auch zu den Marketingkosten äusserte sich der CEO: «Wir sprechen von mehreren hundert Millionen Dollar. Sie werden grosse Ausgaben im nächsten Quartal sehen, wenn es gestartet ist. Dann gibt es eine globale Kampagne.»

Blackberry gehörte einst zu den Wegbereitern im Smartphone-Markt, verlor in den vergangenen Jahren aber den Anschluss an die Google-Software Android und Apples iPhones. 2012 fiel der Anteil der Blackberrys an den Verkäufen laut der Marktforschungsfirma IDC um mehr als die Hälfte auf 4,6 Prozent - in einem Markt, der insgesamt boomte.

(tno/vst/sda)

Blackberrys Kampf ums Überleben:


Anzeige