Der Smartphone-Hersteller BlackBerry will offenbar mit Massenentlassungen ums Überleben kämpfen. Das von dem Deutschen Thorsten Heins geführte kanadische Unternehmen könne noch in diesem Jahr bis zu 40 Prozent aller Arbeitsplätze streichen, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Entlassungen seien in allen Bereichen des Konzerns geplant und sollen in Etappen vorgenommen werden, hiess es in dem Bericht. BlackBerry wollte diesen nicht kommentieren. Das Unternehmen hat sich bereits von Hunderten Mitarbeitern getrennt und weitere Einschnitte in Aussicht gestellt. Im März waren bei BlackBerry noch 12'700 Menschen beschäftigt.

Ähnliches Schicksal wie Nokia

Der einstige Smartphone-Pionier hat im Wettbewerb den Anschluss an die Rivalen Apple und Samsung verloren. Ihm droht ein ähnliches Schicksal wie Nokia - die Finnen haben ihre strauchelnde Handysparte soeben an Microsoft verkauft. BlackBerry hatte im August angekündigt, alle Alternativen durchzuspielen - darunter ebenfalls einen Verkauf.

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BlackBerry stellte erst kurz vor Veröffentlichung des Zeitungsberichtes ein neues Smartphone vor, mit dem die Kanadier die Wende schaffen wollen. Zudem kündigte der Konzern an, seinen beliebten Chat-Dienst BlackBerry Messenger (BBM) ab diesem Wochenende für Nutzer von iPhones und Android-Handys zu öffnen.

Lange Zeit war BBM die einzige Möglichkeit, um Kurznachrichten ohne SMS-Gebühren zu versenden. Heute konkurriert der Dienst jedoch mit ähnlichen Produkten von Facebook, Apple und anderen.

(reuters/muv)